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Schkeuditz Dünnpfennig, Lithographie und restauriertes Buch
Region Schkeuditz Dünnpfennig, Lithographie und restauriertes Buch
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08:00 02.01.2018
Zur schon traditionellen Vorstellung der Neuzugänge des Jahres im Stadtmuseum Schkeuditz kamen knapp 20 Gäste. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Es waren nicht Fotografien oder Unterlagen, die im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung zu 70 Jahren Maschinen- und Apparatebau (MAB) Schkeuditz Einzug im Stadtmuseum gehalten hatten, um die es bei der letzten Veranstaltung des vergangenen Jahres im Stadtmuseum gehen sollte: In der letzten Dezemberwoche hatte Museumsleiter Hans Neubert Spender, Vereinsmitglieder und Freunde der Historie zu einer inzwischen traditionellen Vorstellung der Neuzugänge des Jahres eingeladen. Diese Neuzugänge sind auch Dank des Schkeuditzer Museums- und Geschichtsvereins in den Bestand Hauses gekommen.

Bereits im März 2017 war ein sogenannter Dünnpfennig, ein Halbbrakteat, aus dem Jahr 1132 neu erworben worden. Das Besondere: Auf der Vorderseite ist der Halberstädter Bischoff Otto von Schkeuditz abgebildet. „Viel kann man nicht erkennen, weil es eben ein sehr dünnes Metall ist, aus dem die Münze besteht“, meinte der Museumsleiter und ergänzte, dass er sich in dem Fall auf die Aussagen der Numismatiker verlassen müsse. Gerald Bösenberg, der gerade erneut bestätigte Vorsitzende des Museums- und Geschichtsvereins, protestierte: „Man kann schon etwas erkennen!“ Als Schenkung seines Vereins ging die Münze als ein rares Zeugnis aus der Zeit der Adligen von Schkeuditz in den Museumsbestand über.

Die Lithographie „Der musikalische Kesselflicker“ von Constantin Schroeter – einem 1795 in Schkeuditz geborenen späteren Maler – gehört ebenfalls zu den vom Verein unterstützten Neuerwerbungen. „Ich kannte zwar den Namen, mir war aber unbekannt, dass Schroeter zu Lebzeiten schon ein bedeutender Genremaler gewesen ist. Noch bevor dieser Stil an den Akademien gelehrt wurde, widmete sich Schroeter dieser für die Biedermeierzeit bedeutenden Richtung“, meinte Neubert. Auf der Suche nach weiteren Schroeter-Werken wurde Neubert in Hamburg fündig und konnte kurz vor der Jahresrückschau noch den Erwerb zweier Zeichnungen aus dem Jahr 1819 vermelden (die LVZ berichtete).

Aus der Restauration zurückgekehrt ist noch ein mittelalterliches Buch. Außerdem haben mehrere Bilder Einzug im Museum gehalten. Einiges werde die Dauerausstellung ergänzen. Die knapp 20 Gäste, die der Einladung gefolgt waren, nahmen das mit Applaus wohlwollend zur Kenntnis. Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU), der ebenfalls vor Ort war, betonte die Bedeutung der Einrichtung auch für die Identifikation mit der Stadt. Die soll durch ein Projekt des Vereins noch verstärkt werden: Stadtrundgänge nämlich sind in Planung.

Von Roland Heinrich

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