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EU-Projekt führt zwei Spanier zur Ausbildung bei DHL

EU-Projekt führt zwei Spanier zur Ausbildung bei DHL

Guillem Laporte Amargós legt die linke Hand auf sein Herz und sagt lächelnd: "Das ist eine schöne Überraschung. Ich freue mich von ganzem Herzen über diesen Ausbildungsvertrag und unterschreibe sehr gern.

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Guillem Laporte Amargós (rechts) freut sich über die Ausbildungsverträge, die ihm und seinem Landsmann Sergi Torras Piedehierro von Britta Böhme-Hrushchak, Lisa Lachmann und Stephanie Marx (von links) zur Unterschrift vorgelegt werden.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. " Für ihn bedeute das zugleich, dass er nun auf Wohnungssuche in Leipzig gehen, einen Handy-Vertrag abschließen und sich ein Auto besorgen kann. So wie der 26-Jährige strahlt auch sein Landsmann Sergi Torras Piedehierro über das ganze Gesicht. Auch der 20-Jährige erhält einen Ausbildungsvertrag. Beide werden ab 18. August in den nächsten dreieinhalb Jahren bei DHL zu Mechatronikern ausgebildet. Seit dem 3. Juli absolvieren sie in der DHL-Werkstatt ein Praktikum. Untergebracht sind sie in Schkeuditz-Wehlitz bei der Vitalis GmbH, die europäische Projekte betreut.

Ursprünglich war den Spaniern ein Pressetermin über das EU-Austausch- Projekt und ihren Aufenthalt in Deutschland angekündigt worden. Dass Ausbildungskoordinatorin Britta Böhme-Hrushchak aber auch so wichtige Papiere wie die Verträge mitbringen würde, war nicht kommuniziert worden. Ein Praktikum muss ja nicht zwangsläufig zu einem Vertrag führen. Die beiden jungen Spanier freuten sich umso mehr darüber, dass sie dank des europäischen Austausch-Projektes MobiPro nun am DHL Hub Leipzig anheuern können. Das Projekt unterstützt junge Menschen, die in ihren EU-Heimatländern keine Berufsperspektiven haben und ermöglicht ihnen eine Ausbildung in Deutschland.

Amargós und Piedehierro sind zwei von insgesamt 20 jungen Leuten, die in Leipzig bei Unternehmen wie zum Beispiel BMW oder Marché an dem Projekt teilnehmen. Sie sollen möglichst gut deutsch lernen und einen Ausbildungsvertrag anstreben, was bei den beiden Spaniern ja geklappt hat. "Beide Seiten müssen wollen, Bewerbungen haben wir genug. Im Praktikum müssen auch Tests bestanden und erste Schulungen absolviert werden. Die Bewerber müssen schon nachweisen, dass sie geeignet sind", erklärte Böhme-Hrushchak. In der Werkstatt, in der die beiden Spanier arbeiten, werden sämtliche Fahrzeuge und andere technische Geräte, die in jeder Nacht beim Be- und Entladen der Flugzeuge zum Einsatz kommen, repariert und gewartet.

"Ich würde auch nach der Ausbildung gern hier bleiben. Ich mag Deutschland. Ursprünglich wollte ich in Barcelona studieren, aber die Ausbildung hier in Verbindung mit der Praxis ist mir wichtiger. So eine duale Ausbildung gibt es in Spanien nicht", erzählte Amargós. Bei DHL fühle er sich wie sein spanischer Kollege sehr gut aufgehoben. "Es ist alles super gut hier, besser als wir gedacht hatten, wir hätten strengere Ausbilder erwartet", sagte der Spanier lachend. Neben Böhme-Hrushchak werden die beiden vor allem von Lisa Lachmann und Stephanie Marx während der Ausbildung betreut. Über 60 Azubis lernen derzeit bei DHL.

Während die beiden Spanier in ihrem jetzigen Stammbetrieb DHL alle praktischen Kenntnisse mit auf den Weg bekommen, wird die Theorie in der Berufsschule in Delitzsch gelehrt sowie ein Teil der Ausbildung auch im Leipziger Zentrum für Aus- und Weiterbildung absolviert. Im nahen Schkeuditz gebe es in der dortigen Berufsschule diesen Fachbereich nicht, dort lasse DHL aber seine Lageristen ausbilden. Für die beiden Spanier kommt der Deutsch-Unterricht an der Leipziger Euroschule in der Rosa-Luxemburg-Straße hinzu. Da bleibt nicht mehr allzu viel Zeit für ihr Hobby, das Computerspielen. Eines nimmt sich Amargós jetzt aber vor: Als Fan des FC Barcelona will er sich nun auch mal ein Spiel von RB Leipzig anschauen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Olaf Barth

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