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Schkeuditz "Eine Insel Mainau ist unmöglich"
Region Schkeuditz "Eine Insel Mainau ist unmöglich"
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14:21 19.05.2015
In Dölzig sollen städtische Grünflächen so umgestaltet werden, dass deren Pflege weniger zeitintensiv ist. Quelle: Roland Heinrich

Effektiver soll im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig die Grünpflege vonstatten gehen. Dabei sollen die Flächen, die vom städtischen TSS gepflegt werden, auch eine Umgestaltung erfahren. Hauptsächliches Ziel ist es laut Froehlich, sich von den vor Jahren gepflanzten sogenannten Bodendeckern zu trennen. Diese niedrig wachsenden Stauden oder Sträucher, die - wie es der Name sagt - den Boden bedecken, seien bei der Pflege zu zeitintensiv. Deshalb sollen sie entfern und durch Rasen und vereinzelte Solitärgehölze ersetzt werden. "Ich kann mir da Blühsträucher wie Rosen oder Rhododendren vorstellen", sagte Froehlich.

Bevor es zu den jetzt im Ortschaftsrat geäußerten Vorstellungen kam, war der TSS mit der Erfassung der zu pflegenden Flächen im Ortsteil befasst. Demnach sind von der Stadt-Firma rund 19 000 Quadratmeter Grünfläche zu pflegen. Hinzu kommen ein Spielplatz mit knapp 6000 Quadratmetern, drei Teiche mit zusammen fast 2000 Quadratmetern Fläche sowie etwa 5000 laufende Meter Gewässer zweiter Ordnung. "Letztere Pflegebereiche werden zunehmen, da die Gewässer zunehmend offen und nicht verrohrt im Erdreich verlaufen sollen", sagte Froehlich. Etwa 2000 Arbeitsstunden und rund 30 000 Euro werden pro Jahr zirka in die Grünpflege gesteckt. "Die Kosten sind stark witterungsabhängig", sagte der TSS-Chef. Nicht unwesentlich habe sich der Anstieg des Benzinpreises bemerkbar gemacht.

Doch um Kosten zu sparen geht es Froehlich nicht in erster Linie. "Rasen und einzelne Pflanzen lassen sich schneller pflegen. Braucht ein Mitarbeiter jetzt beim Entmüllen, Verschneiden und Pflegen einer Fläche mit Bodendeckern zwei bis drei Stunden, ist das bei einer Rasenfläche in zehn Minuten erledigt", erklärte er. Doch seine Vorschläge sind nur Vorschläge. Jetzt seien die Dölziger gefragt. "Eine Insel Mainau aus Dölzig zu machen, ist aber nicht möglich", fügte Froehlich hinzu.Inzwischen seien die Arbeitskräfte so aufgeteilt, dass sie sich in ihren Zuständigkeitsbereichen gut auskennen. So sei auch für Dölzig ein Ansprechpartner vor Ort, der Anregungen gern entgegennimmt.

"Von heute auf morgen wird die Umgestaltung nicht erfolgen", sagte Froehlich. Im Herbst solle begonnen werden. Etwa 6000 Euro werde das auf die nächsten zwei bis vier Jahren verteilt kosten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2014
Roland Heinrich

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