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Schkeuditz Einfach per Klick ins Liebesglück
Region Schkeuditz Einfach per Klick ins Liebesglück
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15:45 17.07.2015
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Radefeld

Tatjana Meissner fasste all ihre guten und weniger guten, aber immer amüsanten Erfahrungen mit der Online-Männerwelt zusammen. In ihrem ersten Buch „finde-mich-sofort.de“ dokumentierte die Schriftstellerin auf humorvolle Art und Weise die gnadenlose Suche nach „Mister Right“.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Best Western meets“ hat das Best Western Hotel Leipzig Airport-Messe die bekannte Moderation mit ihrer Comedy-Lesung am vergangenen Sonnabend unter das Sternenzelt geladen. Da der Veranstalter befürchtete, dass sich die Gäste vor Lachen an den kulinarischen Köstlichkeiten verschlucken könnten, stieg die ehemalige Glücksfee des MDR erst nach dem Hauptgang die kleine Bühne empor. In den kommenden 90 Minuten wurde bei den authentische Online-Dating-Geschichten gekichert, zustimmend genickt, geklatscht und geprustet.

Das Buch erzählte aus der Ich-Perspektive von der scheinbar leichten, aber auch verzweifelten, zerschmetterten und vor allem hemmungslos ehrlichen Internet-Suche nach dem Traumprinzen, welcher erst aufregend digital war und dann enttäuschend echt wurde.

Sechs Jahre lang hat die 43-Jährige bis zu 30 verschiedene Männer getroffen, und schrieb das Erlebte immer wieder nieder. Einen Abend lang erheiterte sie die Besucher mit ihren unverblümten Stories von ihren Zusammenstöße mit Charmeuren, Verheirateten, Heuchlern und Proleten. Tatjana plauderte von Enttäuschungen mit dem Querflöte-Mann, der immer wieder unerfüllten Liebe und Sehnsucht, den stinkende Socken des Buchhalters, vom Cyber-Sex mit Bodytalk und dem Happy-End-Traummann Carsten. Aber der Weg zum Glück war lang und steinig. Mit einer guten Portion Selbstironie referierte sie auch oder vor allem über die Schattenseiten der World-Wide-Web-Männersuche und ihre anfängliche Naivität. So wurde zum Beispiel nach einigen missglückten Candle-Light-Dinnern das Auswahlkriterium in Sachen Mann um den Punkt Ossi erweitert. Tatjana glaubte, dass die DDR-Vergangenheit und damit verbundene Erinnerungen an Goldbroiler, heimliches Westfernsehen, Karat und Fahrten in das Pionierlager eine gewisse Verbundenheit hervorrufen würden. Und dennoch – virtuell geht nicht schnell. Tatjana sah schwarz auf ihrem Weg zum Liebesglück. „Zum Schluss hätte ich alles genommen, was einen Puls hat“, lachte die Kabarettistin.

Aber Meissner möchte nicht nur (vor-)lesen, sondern erzählen, unterhalten, das Publikum entertainen und integrieren – denn Lesen könnten sie allein, zu Hause. Zwischen den Zeilen verriet die Autorin mit viel Mimik und Gestik weitere Details aus ihrem Privatleben. Auch erkundigte sich die Potsdamerin beim Publikum nach eigenen Erfahrungen, doch die schüchternen Zuhörer gaben (leider) nicht viel Preis.

So endete der humorvolle und ein wenig lehrreiche Abend mit Zitronensorbet, einer Autogrammstunde und der Erkenntnis, dass man beziehungsweise Frau auch gute Partner im Internet finden kann – man muss nur geduldig klicken.

Karoline Maria Keybe

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