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Schkeuditz Einheitliche Anforderungen für Glaser-Lehrlinge
Region Schkeuditz Einheitliche Anforderungen für Glaser-Lehrlinge
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06:00 27.09.2010
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Schkeuditz

Zwanzig Jahre nach der Deutschen Einheit ging es um einheitliche Grundlagen der Ausbildung.

In Arbeitsgruppen berieten die Lehrkräfte, um sich über Grunderfordernisse der einzelnen Lernfelder zu verständigen. „Zwölf Lernfelder werden von einem Schüler während der dreijährigen Ausbildung absolviert“, erklärt Dietrich Lehne, Leiter des Schkeuditzer BSZ. Es gebe zwar einen bundeseinheitlichen Lehrplan, erklärt er, in der Umsetzung der länderspezifischen Schulgesetze gebe es aber zum Teil erhebliche Unterschiede. Nun wolle man sich zumindest in den Grundlagen der Glaserausbildung verständigen.

„Wir übernehmen sogar eine Vorreiterrolle“, erklärt Lehne auf die Frage, ob ein bundesweiter Konsens nach zwanzig Jahren der deutschen Einheit nicht etwas spät sei. „Im Gegenteil, die Glaser sind eine der ersten Berufsgruppen, bei der solch’ eine Verständigung stattfindet“, weiß Lehne.

Es sei zwar noch nicht vorgekommen, dass ein Glaser aus Schkeuditz in einem anderen Bundesland keine Arbeitsstelle gefunden habe, weil die Ausbildung anders verlaufe, glaubt der Leiter des BSZ, aber es gebe doch regional erhebliche Unterschiede. So sei der Umgang mit oder die Bearbeitung von Holz in südlichen Regionen im ersten Lehrjahr selbstverständlich. „Wir haben nicht mal eine Säge“, sagt hingegen eine Lehrerin aus Kiel. „Grundlagen der Holzverarbeitung stehen im Lehrplan und da muss beim Schulleiter darauf gedrängt werden, dass dieser auch umzusetzen ist“, erwidert ein Kollege aus Baden-Württemberg­.

Für fünf der zwölf Lernfelder sind jetzt die Richtlinien erarbeitet und müssen nun in den einzelnen Ausbildungsstätten umgesetzt werden. Dabei stehen ganzheitliche berufliche Bildungsab­läufe und überfachliche Kompetenzen ganz oben auf der Liste. „Beim räumlichen Vorstellungsvermögen gibt es die größten Probleme“, berichtet Thomas Heinz, Glaser-Ausbilder in Schkeuditz. Er hält das technische Zeichnen für wesentlich. Zustimmendes Kopfnicken in der Runde. „Im nächsten Jahr wollen wir uns wieder treffen“, sagt Lehne und berichtet, dass das dann in Hamburg stattfinden könnte.

Roland Heinrich

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