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Schkeuditz Endspurt bei Beseitigung von Winterschäden
Region Schkeuditz Endspurt bei Beseitigung von Winterschäden
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00:30 24.10.2015
In der Leipziger Straße werden momentan Winterschäden beseitigt. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Die Stadt Schkeuditz setzt zum Endspurt an: Während momentan in der Leipziger Straße in Schkeuditz der Straßenbelag erneuert wird, sollen ab 2. November auch noch zwei weitere Straßen, die Schäden des Winters 2012/2013 aufweisen, im Ortsteil Glesien abschnittsweise saniert werden. „Wir müssen uns beeilen, da bis zum Ende dieses Jahres nicht nur fertiggestellt, sondern auch abgerechnet sein muss“, sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) am Dienstag. Geplant ist, in der Kölsaer und der Freistraße in Glesien die Asphaltdecke punktuell und auch vollflächig abzufräsen sowie eine neue Asphaltdeckschicht aufzubringen, informierte Dornbusch. In dem Abschnitt von der Lindenstraße bis voraussichtlich zur Gagarin­straße soll saniert werden. Dafür werden die Straßen bis voraussichtlich 10. November gesperrt. Eine Umleitung werde ausgeschildert.

Mit den beiden Glesiener Straßen wird ein vom Freistaat unterstütztes Programm zur Straßensanierung jetzt beendet, das extra wegen des Winters 2012/2013 aufgelegt worden war. In einer Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) wurde in einem Paragrafen nämlich festgestellt, dass der Winter 2012/13 „im Sinne des Gesetzes“ ein „besonders harter und lang andauernder Winter war“. Als betroffenes Gebiet wurde der gesamte Freistaat festgestellt.

Um die entstandenen Schäden an den Straßen beseitigen zu können, hatte Sachsen ein Sofortprogramm aufgelegt, das den Kommunen eine Sanierung ermöglichen sollte. 50 Millionen Euro stellte der Freistaat in dem Programm zunächst zur Verfügung. Eine erste Finanzspritze erhielt Schkeuditz im Mai 2013 in Form eines Förderbescheids über rund 170 000 Euro. Im Juli 2014 legte der Freistaat noch einmal in gleicher Höhe nach. „Insgesamt hat Schkeuditz rund 360 000 Euro erhalten“, teilte Helge Fischer von der Stadtverwaltung am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Förderung entsprächen 75 Prozent der Kosten, wobei Planungskosten von der Förderung ausgenommen sind. Somit muss Schkeuditz mindestens 120 000 Euro zur Sanierung der wintergeschädigten Straßen zuschießen.

Insgesamt sind in Schkeuditz und den Ortsteilen 5600 Meter Straße saniert worden, hieß es aus der Stadt. In Dölzig wurden in diesem Jahr 700 Meter der Straße Am Kanal saniert. Der Haynaer Weg in Radefeld wurde auf 600 Meter und die Verbindungsstraße von Gerbisdorf nach Radefeld auf 1200 Meter instandgesetzt. In Schkeuditz ist im letzten Jahr die Äußere Leipziger Straße auf einer Länge von rund 1750 Metern mit einer neuen Asphaltschicht versehen worden. Die Leipziger Straße war im letzten Jahr mit 450 Metern dabei und wird momentan auf etwa 340 Metern Länge erneuert. Die beiden Glesiener Straßen erhalten ab November auf etwa 600 Metern eine neue Deckschicht. Mit diesen beiden Straßen ist die Sanierung der Winterschäden von 2012/2013 im Rahmen des sächsischen Förderprogramms beendet.

Spannend wird nun eventuell noch, ob alle Straßenschäden, die laut Dornbusch dokumentiert worden sind, auch als Winterschäden vom Fördergeber anerkannt werden. „Mir ist klar, dass die eine oder andere Straße mehr Schäden aufweist, als eine jetzt sanierte. Wir konnten aber nur dort sanieren, wo nachweislich der Winter zugeschlagen hatte“, erklärte der Bürgermeister.

Von Roland Heinrich

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