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Schkeuditz Endspurt bei der Netzumstellung
Region Schkeuditz Endspurt bei der Netzumstellung
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05:00 29.06.2010
Ralf Schöne bedient den Gestänge-Bohrer. Heute soll hier die Leitung verlegt werden. Quelle: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Laut Unternehmen besteht damit nun eine höhere Versorgungssicherheit als zuvor.

Druckschwankungen bei der Gasversorgung sollen in Schkeuditz bald endgültig der Vergangenheit angehören. „Seit der Übernahme des Netzes im Jahr 2000 von der damaligen EWS, jetzt Mitgas, war es von Anfang an unser Konzept, das Netz auszubauen und zu ertüchtigen. Das bedeutete, den Niederdruck stillzulegen und auf Mitteldruck zu erweitern“, sagte SWS-Geschäftsführer Ingolf Gutsche. Hingen bei Niederdruck an einer Versorgungsleitung größere Abnehmer, dann ging zu Spitzenzeiten für andere Abnehmer gelegentlich der Druck zurück. „Bei Mitteldruck kommt das Gas mit 0,6 Bar bis ins Haus und wird erst dort auf 23 Millibar runtergeregelt. Druckschwankungen sind dann ausgeschlossen“, erläutert der Technische Leiter Peter Gühlke. Dazu wurden für die Endabnehmer kostenlos die Hausanschlüsse umgestellt und mit einem Druckminderer ausgerüstet.

„Zur Zeit haben wir noch zwei Niederdruckstationen in Betrieb. Doch am 5. Juli beginnen die letzten Arbeiten. Am 8. Juli wollen wir umstellen, ab dann gibt es in Schkeuditz keinen Niederdruck mehr“, so der 48-Jährige. Die Trennung der letzten Niederdruckleitung vom Netz soll ab 5. Juli in der Weststraße vollzogen werden. Wegen des Tief- und Rohrbaus sei dies mit einer dreitägigen Vollsperrung verbunden. Derzeit läuft noch eine Maßnahme in der Fabrikstraße. Bis zum 8. Juli sollen dann auch alle Häuser in der Bahnhofstraße und in der Robert-Koch-Straße umgestellt sein.

„Wir haben uns in den letzten Jahren systematisch ins Stadtzentrum vorgearbeitet. Jetzt ist es bald geschafft“, freut sich Gutsche. Über 450 Niederdruck-Gashausanschlüsse und 7500 Meter Versorgungsleitung seien in den knapp zehn Jahren im Zuge der Netz­umstellung ausgewechselt oder für den Mitteldruck ertüchtigt worden. Bei den Überprüfungen wurden zugleich undichte Muffenverbindungen der Gussleitungen und durchgerostete Stahlleitungen entfernt. Statt dessen kamen moderne Kunststoffleitungen in die Erde und das Netz wurde um 20 Kilometer auf insgesamt rund 76 Kilometer erweitert. „Das alles erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern generell auch die Sicherheit“, sieht Gutsche in der Umstellung mehrere Vorteile. Außerdem könnten an dem Mitteldrucknetz eine größere Anzahl von Kunden an eine Leitung angeschlossen werden.

Die Versorgungssicherheit mit Erdgas sieht Gutsche auch nicht gefährdet: „Derzeit gibt es eher ein Überangebot. Und unser Land verfügt über große Reserven.“

Olaf Barth

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