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Enke: Dank gilt den Fluthelfern - Schkeuditz' Oberbürgermeister blickt auf Hochwassertage zurück

Enke: Dank gilt den Fluthelfern - Schkeuditz' Oberbürgermeister blickt auf Hochwassertage zurück

Mit einer Präsentation resümierte jüngst Schkeuditz Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) die Hochwasserereignisse der letzten Tage. Dabei stellte er Vergleiche zu 2011 an und hob die Leistungen der freiwilligen Helfer sowohl beim Sandsack-Befüllen als auch bei der Kontrolle der Deiche dankbar hervor.

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Freiwillige Helfer um Wirt Mario Freitag (vorn) sorgten mit einer Aufräumaktion dafür, dass die Domholzschänke morgen zur Wiedereröffnung lädt.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. "Nicht die Öffnung des Nahle-Auslassbauwerkes sorgte für das erste Hochwasser im Auengebiet", informierte das Stadtoberhaupt. Das kleine Flüsschen Zschampert sei über die Ufer getreten, da es nicht in die Luppe abfließen konnte und zurück staute. Mit einer Powerpoint-Präsentation hatte sich Enke auf der jüngsten Sitzung vor die Stadträte begeben und die Tage des Hochwassers noch einmal Revue passieren lassen. Dabei zeigte er Grafiken zu den Pegelständen der Weißen Elster und erklärte die Zusammenhänge.

"Am 3. Juni ist das Einlaufbauwerk zum Zwenkauer See um 4 Uhr geöffnet worden, um Wasser der Weißen Elster abzuleiten. Dabei flossen 130 Kubikmeter pro Sekunde in den See. Das Steuer-Ziel von 300 Kubikmetern pro Sekunde konnte nicht gehalten werden", sagte Enke und zeigte auf eine Senkung des Weiße-Elster-Pegels in einer Grafik. Eine zweite Absenkung auf der Kurve ist - im Zeitstrahl rund 14 Stunden später - zu sehen. "Hier sind alle 16 Schütze des Nahle-Wehrs geöffnet worden. Einen Schütz zu ziehen dauert etwa zehn Minuten. 16.15 Uhr waren alle Tore geöffnet", gab Enke Informationen von Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung weiter.

"Die Schnelligkeit, mit der das Wasser an der Domholzschänke war, lässt erkennen, welche Kraft die Wassermassen hatten. Wesentlich länger hat es 2011 gedauert", sagte das Stadtoberhaupt. Während vor zweieinhalb Jahren das Wasser noch 33 Stunden gebraucht hätte, sei es jetzt binnen 14 Stunden am Ausflugslokal gewesen. Ebenfalls wesentlich schneller sei das Poldergebiet voll- und dann übergelaufen. Brauchte es 2011 noch 62 Stunden, bis das Wasser aus dem Polder in die Neue Luppe zurückfloss, hat es dieses Mal mit 23 Stunden nicht einmal einen Tag gedauert. "Hätte man mit der Öffnung des Nahle-Wehrs noch länger gewartet, dann wäre das Wasser über die Schütze ins Poldergebiet gelaufen. Die Weiße Elster stand einen Meter höher, als 2011 die Öffnung erfolgte", sagte Enke.

"Sofort waren die Kleinliebenauer bereit, Deich-Kontrollgänge zu machen", berichtete das Stadtoberhaupt von einer kurzfristig einberufenen Bürgerversammlung in der Kirche des Ortes. Unmittelbar hinter dem Deich zum Poldergebiet liegt Kleinliebenau und wäre fatal betroffen, sollte der Deich einmal nicht halten. "Für die vielen freiwilligen Helfer, die an der Feuerwache Sandsäcke befüllten oder sich zu Deich-Kontrollen bereit erklärten, möchte ich auch im Namen der Stadträte meinen Dank aussprechen. Auch speziell der Feuerwehr gilt unser Dank", sagte Enke und erntete bestätigenden Applaus.

Auch die Domholzschänke, die im Schkeuditzer Gebiet das einzige ernsthaft vom Hochwasser betroffene Gebäude ist, bedankt sich bei den freiwilligen Helfern, die Sandsäcke um das Lokal stapelten. Jetzt erstrahlt sie nach der Überflutung in der vergangenen Woche wieder in altem Glanz (siehe Kasten). Dank der Helfer gingen die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser schneller als gedacht voran, teilt der Wirt Mario Freitag mit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.06.2013

Roland Heinrich

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