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Schkeuditz Enteisungsmittel gelangt in Kalten Born
Region Schkeuditz Enteisungsmittel gelangt in Kalten Born
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15:48 17.07.2015
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Schkeuditz

Das Gewässer fließt an der gegenüber dem Flughafen gelegene Siedlung Schkeuditz-Papitz vorbei. Dort stellte unter anderem Hans-Jürgen Borsitzky schon seit Tagen einen „ätzenden, säuerlichen Gestank“ fest. „Ich dachte erst, es kommt von der Tierhaltung, doch dann wurde mir klar, dass der Kalte Born so stinkt. Am stärksten genau da, wo er vom Flughafen kommend unter dem Bahndamm austritt“, erklärte der Anwohner, der auch in der Bürgerinititive (BI) Gegenlärm Schkeuditz aktiv ist. Er habe Wasserproben genommen und seinen Beobachtungen dem Flughafen und der Stadtverwaltung Schkeuditz angezeigt.

Anfangs hatte der Flughafen nach einer sofortigen Untersuchung der BI mitgeteilt, dass es sich um keine Einleitungen des Flughafens handeln könne, da beim Einsatz von Enteisungsmitteln die Vorfluter gesperrt werden und das Regenwasser des Flughafens in der Kläranlage im Rosental behandelt werde. Aufgrund der Verschmutzung des Kalten Born habe der Flughafen Anzeige beim Landratsamt Nordsachsen erstattet, weiß Borsitzky aus der Antwort.

Bei der vom Flughafen angekündigten und durchgeführten weiteren Suche nach der Ursache wurde festgestellt, dass der Airport offenbar doch selbst der Grund für die Verunreinigung ist. „Es handelt sich um geringe Mengen des von uns genutzten Flächen-Enteisungsmittels. Wie das Mittel aber in den Kalten Born gelangt, ist noch unklar, denn unser System ist geschlossen. Wir leiten nichts ein. Die Untersuchungen werden fortgesetzt. Die Verunreinigung liegt mit 120 Milligramm je Liter 45 Milligramm über dem zulässigen Grenzwert“, so Schuhart. Bei der Chemikalie, die nur bei extremen Witterungsunbilden wie Eisregen zur Enteisung von Rollfeldern und Landebahnen eingesetzt wird, handelt es sich um das „biologisch leicht abbaubare Mittel Safeway“, so Schuhart. Er betonte, dass der Winterdienst zuallererst mit mechanischen Mitteln arbeite. Im Fall des Einsatzes des Enteisungsmittels, das im Übrigen ein anderes als bei der Enteisung von Flugzeugen sei, würden die Regenrückhaltebecken geschlossen und von dort kein Wasser in den Kalten Born eingeleitet.

Olaf Barth

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