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Entlastung für Kleinliebenau

Entlastung für Kleinliebenau

Die Kleinliebenauer können aufatmen. Denn die Hochwassergefahr bei Starkregen soll bald gebannt sein. Die Untere Wasserbehörde des Landratsamtes Nordsachsen genehmigte jetzt den Neubau eines Grabens.

Kleinliebenau. Damit kann das Wasser so abgeleitet werden, dass der Dölziger Ortsteil künftig verschont bleibt.

Als regelrechte Staumauer erweist sich der Autobahndamm der A 9 westlich von Kleinliebenau nahe des Autobahnsees. Denn genau in diese Richtung strömt das Wasser, wenn es heftig regnet. An der Autobahn kommt es nicht weiter und staut sich wegen der Ausuferung des Horburger Grabens bis in den Ort zurück. „Unserer Meinung nach wurden beim Bau des Dammes Fehler gemacht. Der Durchlass unter der Autobahn nach Sachsen-Anhalt ist zu eng. Und nachweislich liegt ein Gegengefälle vor“, beschreibt Ortsvorsteher Lothar Böttcher (FWD) die schon seit Jahren bestehende Situation. Doch nach dem Jahrhundert-Hochwasser 2002 habe man noch einmal richtig Druck gemacht und auf eine Lösung gedrängt. „Wir sind froh, dass es jetzt offenbar eine Möglichkeit gibt, das Wasser an anderer Stelle abzuleiten. Das ist schon lange fällig. Wir hoffen, dass damit für Kleinliebenau eine spürbare Entlastung eintritt“, so Böttcher.

Wie Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) diese Woche mitteilte, gibt das Landratsamt Nordsachsen jetzt Grünes Licht für den Bau eines neuen Grabens. Dieser soll von dem Punkt aus, an dem sich das Wasser zurückstaut, parallel neben der Autobahn verlaufen und den Horburger Graben mit dem Wildbett der Luppe verbinden. Auf diesem Weg würde dann das Wasser weiter nördlich Richtung Luppe abgeleitet. Dafür wird sogar ein Eingriff in geschützten Waldbestand in Kauf genommen. „Der Hochwasserschutz ist eben auch ein hohes Gut“, begrüßt Enke die Entscheidung der Unteren Wasserbehörde. Vor gut zwei Jahren hatte Schkeuditz den ersten Antrag für eine solche Lösung gestellt.

Die Planungen für diese Maßnahme sollen bis heute abgeschlossen sein, so Enke. Danach erfolge die Ausschreibung und in der November-Sitzung des Technischen Ausschusses könnte die Vergabe der Aufträge beschlossen werden. So sei je nach Wetterlage ein Baustart noch im November möglich. Die Kosten für den Graben werden mit 135 000 Euro beziffert. Davon stammen 100 000 Euro aus Fördertöpfen, den Rest muss Schkeuditz selbst finanzieren.

Böttcher sieht diesen Neubau als Teil eines Gesamtkonzeptes für den Hochwasserschutz in Kleinliebenau. Denn der Ort müsse mit einem hohen Grundwasserspiegel und reichlich Oberflächenwasser klar kommen. „Mit der Ortsentwässerung durch die Kommunalen Wasserwerke ist ein Teil bereits geschafft. Jetzt müssen auch noch alle Gräben hergerichtet werden, die führen fast immer viel Wasser. Alle Maßnahmen zusammen werden die erhoffte Entlastung bringen“, so Böttcher.

Olaf Barth

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