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Schkeuditz Entscheidung über "Doppel-Gymnasium" noch offen
Region Schkeuditz Entscheidung über "Doppel-Gymnasium" noch offen
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13:55 19.05.2015
Begegnung auf dem Gang: Schkeuditzer Gymnasiastinnen mit ihren eben erhaltenen Zeugnissen sowie die Teilnehmer eines Arbeitstreffens mit Schulleiter Jürgen Melzer, den Bürgermeistern Lothar Dornbusch und Jörg Enke sowie Dezernent Horst Winkler aus dem Landratsamt Nordsachsen (von links). Quelle: Olaf Barth

Neben Schulleiter Jürgen Melzer nahmen an den Arbeitsgespräch auch Oberbürgermeister Jörg Enke und Bürgermeister Lothar Dornbusch teil (beide Freie Wähler). Einig waren sich dabei alle, dass der Umzug vom Stadtrand in das Stadtzentrum richtig war und gelungen ist. Mit dem neuen Gymnasium samt Dreifeld-Schulsporthalle hätten die Schüler hier jetzt beste Lernbedingungen. "Andere Schulleiter würden sonst was dafür geben, auch solche Bedingungen in so einem Umfeld vorfinden zu können. Wir haben jetzt genügend Räume für den Unterricht und Veranstaltungen und kurze Wege zum Sportunterricht", zählte der Direktor einige der Vorteile auf.

Ziel der Besprechung war aber auch, darüber nachzudenken, wie sich die Einrichtung künftig aufstellt. Derzeit bildet das Gymnasium Schkeuditz eine Einheit von zwei Häusern, eins in Schkeuditz, eins in Markranstädt, beide 25 Kilometer voneinander getrennt. Diese Kooperation unter der Ägide des Landratsamtes Nordsachsen hatte beiden Gymnasien in Zeiten nicht ausreichender Schülerzahlen die Existenz gerettet. Inzwischen gibt es schon seit längerem, vor allem in der Markranstädter Politik, Bestrebungen, die Gymnasien wieder in eigenständige Einrichtungen zu verwandeln.

"Wir warten jetzt die Anmeldungen im März ab und sehen, wie stabil die Schülerzahlen sind. Dann stimmen wir im April mit allen Beteiligten die nächsten Schritte ab", sagte Winkler. Er wolle auch das Gespräch mit den Fraktionschefs im Markranstädter Stadtrat suchen, da es da ja schon einen älteren Stadtratsbeschluss zur Trennung der Häuser gibt. Dass das Schkeuditzer Gymnasium in beiden Häusern neben dem Sprachen- und Kunst- auch ein naturwissenschaftliches Profil anbieten kann, sei nur durch die Kooperation beider Häuser möglich, da sonst die nötige Anzahl von Teilnehmern für den Physik-Leistungskurs nicht zustande gekommen wäre. "Deshalb sollte man nichts überstürzen. Auch in Leipzig gibt es Kooperationen zwischen Gymnasien", verwies Winkler und meinte, dass Schulen durchaus auch in einer Konkurrenzsituation beim Werben um Schüler stehen.

Schkeuditz wirbt jedenfalls auch in Leipzig, doch in Absprache mit der Messestadt. Schüler aus Stahmeln oder Lützschena können das Gymnasium in der Elsterstadt sehr gut mit der Straßenbahn erreichen. Es sei historisch schon immer so gewesen, so Winkler, dass das Schkeuditzer Gymnasium in jedem Jahrgang immer auch eine Anzahl von Leipzigern in Klassenstärke aufgenommen hat. Schkeuditz erreicht damit die nötigen Schülerzahlen, Leipzig bekommt die Gymnasiasten unter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2015
Olaf Barth

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