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Schkeuditz Erinnerungen an Tanzabende in der Jugendzeit
Region Schkeuditz Erinnerungen an Tanzabende in der Jugendzeit
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12:59 25.07.2017
Viel Beifall gibt es beim Sommerfest im Gasthaus „Zur Landesgrenze“ für die Blasmusiker der „Altranstädter Plauzer“. Quelle: Foto: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Das sanierte und 2014 wiedereröffnete historische Gasthaus „Zur Landesgrenze“ kommt zunehmend auch im Veranstaltungskalender von Schkeuditz an. Bei Sommer, Sonne und mit viel Spaß wurde das zweite Sommerfest zu einem kleinen Höhepunkt in der noch kurzen, neuzeitlichen Geschichte der Gaststätte. Diese hatte in der Vergangenheit schon viele Höhen und Tiefen überstanden. Das Haus wurde immer wieder zu einem Treffpunkt für seine Gäste.

Die Wiedereröffnung vor drei Jahren war dann auch für den heutigen Hobbygastronomen Wolfgang Ronniger ein lang gehegter Wunsch. „Und es war auch eine Verpflichtung, damit Ernst Kohl zu ehren und seinem Erbe gerecht zu werden. Der hatte am 4. Dezember 1916 den Gasthof von der Brauerei Lützschena übernommen und wieder für Reisende und einheimische Gäste zum Mittelpunkt ihrer Freizeit in der Woche gemacht“, erzählte Ronniger, der darüber bereits auch in der LVZ berichtet hatte.

Von Grund auf hatte der 61-Jährige erst die Gaststätte renoviert und dann den großen Saal mit Bühne in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Der Saal fasste früher fast 800 Gäste, was heute nicht mehr möglich ist. Allerdings soll der Saal für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Firmentreffen oder Familienfeiern wieder in den Gasthof integriert werden. Was noch fehle, sei ein großer Kronleuchter. „Aber da habe ich schon meine ,Fühler’ ausgestreckt. Mit etwas Glück habe ich bald einen historischen Leuchter“, so Ronniger.

Bei dem Wetter am Sonntag aber musste der Saal gar nicht in Beschlag genommen werden. Die vielen Besucher verteilten sich im Freisitz und auf der Terrasse des Ausflugslokals, suchten auch die schattigen Plätzchen unter den Bäumen. Ronniger und seine Ehefrau Regina ließen es sich nicht nehmen, ihre Gäste mit Handschlag persönlich zu begrüßen. Für Stimmung und gute Laune sorgten auch die Blasmusiker des Ensembles „Altranstädter Plauzer“. Viel Lob von den Gästen gab es dann am Nachmittag, wie auch bei so manchem Dorffest, für den selbst gebackenen Kuchen.

Die Besucher aus Schkeuditz, Wiedemar, Leipzig und seinem Umland waren mit dem Fest zufrieden, wie zum Beispiel die Schkeuditzerin Ingrid Schlichting (81) und ihre Freundin Christa Felske (78) bestätigten. „Ich freue mich wirklich, dass dieses Lokal wieder ein Haus der Begegnung geworden ist“, sagte Schlichting. Mit gerade einmal 17 Jahren habe sie mit vielen anderen Jungen und Mädchen hier das Tanzbein geschwungen. „Da war hier noch richtig was los. Wir haben hier schöne Zeiten mit viel Musik erlebt und auch selbst viel gesungen“, erinnerte sich die Seniorin und lachte dabei. Dass die beiden Frauen hier einst ihre Männer kennenlernten, vergaßen sie auch nicht zu erwähnen.

Auch an den ehemaligen Inhaber Ernst Kohl erinnern sich die Älteren gern zurück. Er war immer sehr persönlich, begrüßte jeden zuvorkommend am Tisch, erzählte Schlichting. „Umso schöner, dass jetzt das Ehepaar Ronniger unsere ,Landesgrenze’ wieder zu einem schönen Ausflugslokal gemacht hat und mit so einem Sommerfest einen Ort der Begegnung schafft“, lobte Schlichting und stieß darauf mit einen Glas Sekt mit ihrer Freundin an. Ronniger, der bereits den Tanzabend Ende September und das große Oktoberfest im Blick hat, freute die Resonanz und er stellte zufrieden fest: „Mein Traum ist in Erfüllung gegangen.“

Von Michael Strohmeyer

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