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Schkeuditz Ermahnende Worte in Andachten
Region Schkeuditz Ermahnende Worte in Andachten
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11:03 28.12.2009
Beim Krippenspiel des Kleinliebenauer Kultur- und Pilgervereins spielt Marlene Jüttner (Mitte) die Maria. Quelle: Heiko Trebs
Schkeuditz

Etwa 95 Besucher aus Kleinliebenau, Schkeuditz und der Umgebung folgten der Einladung zum Krippenspiel in der Rittergutskirche. Der Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau hatte sich einmal mehr etwas Besonderes einfallen lassen: Zusammen mit ihren Angehörigen – darunter auch drei Kinder – wurde, unter Einbeziehung der Besucher, welche das Blöken der Schafsherde akustisch wiedergeben mussten, das traditionelle Krippenspiel aufgeführt. Dies sorgte natürlich für viel Spaß und Freude. Viel Applaus war denn auch der Dank an die Vereinsmitglieder Henrik Mroska, Matthias Caffier, Ralf Kuhnke, Jürgen Weidemann sowie die Kinder Marlene Jüttner und Cornelia Thomas.Doch auch zur Besinnung wurde bei einer Andacht gemahnt: Pfarrer Paul Christian, welcher als katholischer Seelsorger am Flughafen Leipzig/Halle tätig ist, erinnerte an die Menschen aus unmittelbarer Umgebung, die nicht immer einen gedeckten Tisch haben und im Leipziger „Restaurant des Herzens“ an diesen Tagen betreut werden. Auch mit kleinen Spenden könne viel erreicht werde, verwies Christian auf die Spendensammlung für leukämiekranke Kinder, die unlängst im Fernsehen verfolgt werden konnte.Andrang herrschte ebenfalls in der Altscherbitzer Kirche. Pfarrer Axel Meissner hielt hier nach dem Krippenspiel seine Andacht. Er erinnerte vor den etwa 280 Besuchern an die Menschen in Pflegeheimen, die keine Verwandten mehr haben oder vergessen wurden. Hier rief er auf, Nächstenliebe durch Besuche zu zeigen. Mit Orgelmusik wurde die Christvesper musikalisch umrahmt.Pfarrerin Ines Schmidt hatte in der Dölziger Kirche ebenfalls zur Christvesper mit Krippenspiel geladen. Auch hier waren alle Sitzplätze belegt. Ein riesiger Tannenbaum schmückte das Gotteshaus und die Junge Gemeinde mit ihren 18 Darstellern führte das Weihnachtskrippenspiel auf. Mit Begleitung von Orgelklängen wurden Weihnachtslieder gemeinsam gesungen. Die Pfarrerin beklagte den vorweihnachtlichen Stress, dem sich die Bevölkerung aussetzt. Hier erwähnte sie das Ladenschlussgesetz, welches besonders Verkäuferinnen keinen Ruhetag gönnt. „Wenn Zivilcourage zum Tode führt, stimmt etwas nicht“, rief Schmidt dazu auf, nicht nur in der Weihnachtszeit für Mitmenschen da zu sein.

Roland Heinrich

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