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Schkeuditz Erotik und Mysterium des ewig Weiblichen
Region Schkeuditz Erotik und Mysterium des ewig Weiblichen
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15:14 10.08.2010
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Schkeuditz

Ob und wie das mit den gezeigten Werken gelingt, steht am Mittwoch im Mittelpunkt der Gespräche im Kunstkreis. Interessenten sind dazu herzlich eingeladen. Dabei dürften es zu einem anregenden Gedankenaustausch kommen, denn schon während der jüngsten Vernissage wurde eines sichtbar: So vielfältig wie die Lebenserfahrungen und Charaktere sind, so vielfältig und verschiedenartig fallen auch die Sichtweisen und Handschriften aus, mit denen sich die hier vertretenen Künstler mit nur einem ihrer Werke zu Wort melden.

Der weibliche Körper als vollkommene Schönheit wie bei Ferenc Kö wetteifert mit der mystischen Kraft der Gärtnerin von Joachim Kratsch, die beim Mondenschein die Blumen gießt oder der liegenden Venus von Hans Schulze, die unnahbar und androgyn vor eine unheimliche Tempelanlage gebettet die Geheimnisse der Geschichte seit der Antike zu bewahren scheint. Fließt also die Faszination des Weibes aus der hintergründigen weiblichen Neugier, dem gefährlichen Spiel mit der Schlange, mit dem Eva Adam verführt hat, wie Volker Wendt uns nahe legt oder eher aus dem raffinierten Spiel des Angezogen- und Nacktseins wie bei Konstantin Wendt? Siegfried Ratzlaff scheint diese Frage auch brennend zu interessieren, wenn er verstohlen hinter seiner Staffelei hervorlugt und die Betrachter seines ausgestellten Aktbildes seinerseits spöttisch und neugierig beobachtet. Auch die von Gabriele Messerschmidt eingebrachte Skulptur der geläuterten Salome, die nicht mehr tanzen konnte, steht wie ein Wächter aufrecht als archaisch mahnender Kontrast vor den verlockenden Akten, als würde sie den allzu faszinierten Männern zurufen, dass sie viel mehr ist als nur eine schöne Verführerin.

Gerd W. Fiedler, der Kurator dieser Ausstellung, wies unlängst in seiner einführenden Plauderei bei der Vernissage mit einem Augenzwinkern ebenfalls auf die Brisanz der Verlockung der Schönheit und des Genusses, aber auch der verbotenen Verführung hin. Denn nicht immer ist die Verführung so harmlos wie bei Klaus Königs Aktfantasien, die sich in den Wolken über einem „weiblichen“ Gebirgszug tummeln mögen. Gewohnt frech satirisch gibt Uwe Moosdorf denn auch seinen Kommentar zu den lauernden Gefahren der Schönheitsindustrie dazu.

So bietet diese Ausstellung noch bis zum Sonntag täglich von 14 bis 18 Uhr nicht Männern einen vergnüglichen Rundgang durch die Irrungen und Wirrungen der Erotik. Interessenten beiderlei Geschlechts haben am Mittwoch zudem die Möglichkeit, im Kunstkreis ab 19.15 Uhr in der Teichstraße 7 mit den beteiligten Künstlern Gedanken auszutauschen.

Kornelia Richter

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