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"Erst jetzt wird es interessant" - Schkeuditzer Eröffnungsbilanz ist fertig

"Erst jetzt wird es interessant" - Schkeuditzer Eröffnungsbilanz ist fertig

"Wir sind eine städtische Verwaltung und haben uns an die Gesetzesvorgaben zu halten. Und das Gesetz macht die doppische Buchführung zur Pflicht", antwortete Sylvia Fechner, Kämmerin von Schkeuditz, auf die Frage nach dem Sinn der Umstellung auf die neue Art der Buchführung.

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Schkeuditz hat nach neuem doppischen Buchführungssystem eine Eröffnungsbilanz fertiggestellt. Das Bürgeramt (vorn) ist darin noch nicht enthalten, da es zum Stichtag 1. Januar 2010 noch nicht stand.

Quelle: Michael_Strohmeyer

Schkeuditz. Die Sinn-Frage stelle sich also nicht. Auch wenn der Aufwand für die Erstellung der Eröffnungsbilanz gelinde gesagt "aufwendig" war, sieht die Kämmerin Vorteile. "Ich kann jetzt ganz andere und mehr Daten liefern", sagte sie. Vor allem in der Zukunft sieht Fechner die Vorteile. "Erst jetzt wird es interessant, wenn die Eröffnungsbilanz mit dem Jahresabschluss verglichen werden kann", begründete sie. An jenem Abschluss werde momentan gearbeitet.

Daran kann auch schon gearbeitet werden, weil die Eröffnungsbilanz zum Stichtag 1. Januar 2010 erstellt wurde und das Jahr ja bereits vorüber ist. Mit einem Stadtratsbeschluss wurde nun am Donnerstagabend die Eröffnungsbilanz der Kommune mit einer Summe von etwa 160 Millionen festgestellt. Mit der jetzt fertigen Auflistung kann Schkeuditz erstmals das Vermögen und auch die Schulden zum genannten Zeitpunkt darstellen.

Bereits im Sommer 2007 hatten die Stadträte beschlossen, dass die Umstellung von der kameralistischen auf die doppelte Buchführung zum genannten Stichtag erfolgen soll. Schkeuditz war damit eine der ersten Kommunen, die die per Festlegung der Sächsischen Gemeindeordnung geforderte neue Buchführung umgesetzt haben und werden nun sicher von nachziehenden Gemeinden zur Verfahrensweise ausgehorcht werden.

"Ich halte die Anordnung, welche uns zu dieser Umstellung gezwungen hat, in Zeiten von Demokratie für fragwürdig. Auch sehe ich den Nutzen nicht. Was die ganze Umstellung gekostet hat, möchte ich gar nicht wissen", äußerte sich der FDP-Stadtrat Michael Andres. Die tatsächlichen Kosten kann die Kämmerin auch nicht nennen: "Es gibt zwar Mitarbeiter, die ausschließlich und in Vollzeit an der Erstellung gearbeitet haben. Bei vielen Kollegen und auch bei mir lief die Umstellung aber parallel. Eine gesonderte Auflistung zu den Arbeitsstunden haben wir nicht unternommen", erklärte Fechner. Allerdings seien im Zuge der Umstellung auch aushäusige Mitarbeiter hinzugezogen worden. Die vorliegenden Rechnungen, die mit der Umstellung zusammenhängen, bewegen sich im "deutlichen sechsstelligen Bereich", konnte Fechner allerdings sagen.

Bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit seien zum Teil Verwaltungsmitarbeiter aller Fachämter bei der Erstellung des Zahlenwerkes involviert gewesen. Dafür sprach Stadtrat Jens Kabisch (SPD) seine Anerkennung und seinen Dank aus. Den erheblichsten Aufwand stellte die Erfassung und Bewertung der 262 Straßen und 216 öffentlichen Wege mit immerhin etwa 225 Kilometer Gesamtlänge dar, meinte Fechner.

Mit rund 89 Millionen Euro Basiskapital und Verbindlichkeiten von etwa 15 Millionen weist Schkeuditz einen sehr hohen Eigenkapitalwert auf.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.10.2013

Roland Heinrich

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