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Erster Spatenstich: Tatsächlich gebaut wird das Pflegeheim ab August

Erster Spatenstich: Tatsächlich gebaut wird das Pflegeheim ab August

"Geht es jetzt mit dem Bau los?", war schon am Montag eine häufig gestellte Frage interessierter Schkeuditzer. Da nämlich wurde im Schkeuditzer Zentrum, um den "wilden" Parkplatz am Rathausplatz, ein Bauzaun aufgestellt.

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Gerhard Kracht, Jörg Enke, Heike Richter und Lothar Dornbusch (von links) vollziehen gestern den ersten Spatenstich für den Neubau der Volkssolidarität, der im Schkeuditzer Stadtzentrum ab Ende kommenden Jahres 85 Pflege- und Wohnplätze für Senioren bieten soll.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Gestern nun erfolgte hier der erste Spatenstich für den Neubau des Pflegeheims der Volkssolidarität. Im November nächsten Jahres soll er nach jetzigen Planungen fertig werden. Rund sieben Millionen Euro investiert die Volkssolidarität dafür.

"Wir rücken jetzt aber nicht gleich mit Kran und Bagger an", erklärte Gerhard Kracht, Geschäftsführer der Kamü Projektbau GmbH, die als Generalunternehmer die planerische und bauliche Umsetzung in den Händen hat. Notwendige Planungen müssten noch erfolgen, sodass mit dem tatsächlichen Bauanfang wohl im August zu rechnen sein werde. Der gestrige Spatenstich könne als politischer Akt verstanden werden, meinte Kracht am Rande. Hintergrund: Die Stadt Schkeuditz, die das innerstädtische Grundstück per Stadtratsbeschluss 2012 an die Volkssolidarität verkauft hatte, forderte einen Baubeginn bis zum Juni dieses Jahres (die LVZ berichtete). Diese Forderung ist nun quasi erfüllt. Noch vor dem Winter soll nun zunächst der vier­etagige Rohbau fertig sein. "Wir planen eine Bauzeit von etwa 14 Monaten", sagte Kracht.

Nach langer Planung und mehrfacher Umplanung könne es nun losgehen, klang Heike Richter, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental, fast erleichtert. Als sie 2012 ihren Posten bei dem Verein angetreten hatte, gab es das Projekt immerhin schon. "Anfängliche Planungen sahen ein reines Pflegeheim vor", sagte Richter. Schnell sei umgeplant worden, und Läden sollten im Erdgeschoss mit einziehen. Dann wurde erneut in derart umgeplant, dass jetzt auch Plätze für betreutes Wohnen entstehen. Dabei bekam das Gebäude ein weiteres, viertes Geschoss. Erste Pläne der Volkssolidarität gingen von einer Fertigstellung des Pflegeheims bis zum Ende letzten Jahres aus.

"Wir haben mit dem Neubau 54 Bewohnerzimmer als Pflegeplätze und 31 altersgerechte Wohnungen", sagte Richter. Im Erdgeschoss sind drei Ladeneinheiten geplant. Fest stehe nur, dass ein Sanitätshaus in einen der Läden einziehen wird, reagierte Richter auf entsprechende Frage. Bei den anderen Ladenflächen sei man bei der Größe und Gestaltung und auch bei Geschäftsfeld noch flexibel. Lediglich ein Lebensmittelgeschäft solle es nicht geben.

Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) betonte beim gestrigen Anlass die Bedeutung des Neubaus aus stadtplanerischer Sicht. Schon vor der politischen Wende sei die Freifläche am Rathausplatz geschaffen worden. "Ziel war es zu DDR-Zeiten, hier einen Plattenbau zu errichten", sagte er. Seitdem habe sich im Umfeld des Rathauses viel verändert. Mit dem zuletzt errichteten Bürgeramt habe die Stadt bewusst für Besucherströme gesorgt. Davon und von dem, was mit der Sonnenpassage und dem Rathaus-Carré vorhanden ist, profitiere jetzt auch die Volkssolidarität, hob Enke hervor. Er freue sich, dass mit dem Bau nun die Attraktivität der Innenstadt weiter zunimmt. "Ich wünsche gutes Gelingen und keinen zu zeitigen Winter", sagte Enke.

Mit dem Bau wird das Angebot der Volkssolidarität in Schkeuditz erweitert und ausgebaut. Denn bereits seit September 1999 betreibt der Verein in der Bergbreite 3 bis 5 ein Altenpflegeheim, welches 74 pflegebedürftigen Senioren Platz bietet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014
Roland Heinrich

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