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Schkeuditz "Erwartungen nicht erfüllt" - Bürgerinitiative enttäuscht von Treffen zur Schkeuditz-West-Erschließung
Region Schkeuditz "Erwartungen nicht erfüllt" - Bürgerinitiative enttäuscht von Treffen zur Schkeuditz-West-Erschließung
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11:06 20.05.2015

Wegen der recht erheblichen Kosten für die Anwohner hat es jetzt ein Informationstreffen der Beteiligten gegeben.

Die Stadtverwaltung hatte am Dienstagnachmittag die Bürgerinitiative (BI)Schkeuditz-West zum Informationsgespräch geladen. Thema war die Abwasser-Erschließung, mit der die KWL bereits im Sommer beginnen wollen. Mit bei der Gesprächsrunde dabei waren der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Leipzig-Land (ZV WALL) und die Landesdirektion Leipzig. Hintergrund des Treffens war unter anderem die Bewertung von Vorschlägen der Bürgerinitiative zur Kostenminimierung. Mit etwa 350 Euro pro Straßenfrontmeter sind die sogenannten Baukostenzuschüsse (BKZ) hier besonders hoch (die LVZ berichtete).

Enttäuscht äußerte sich gestern Manuela Hoffmann. Gemeinsam mit anderen Anwohnern gründete sie erwähnte BI. "Das Gespräch verlief zwar auf einer sachlichen Ebene und weniger emotional. Unsere Erwartungen wurden aber nicht erfüllt", sagte Hoffmann. Die unterbreiteten Vorschläge zur Kostenminimierung seien mit unterschiedlichen Begründungen abgewiesen worden. "Insgesamt wurden die Informationen detaillierter - immer mit Hinweis auf die Gesetzeslage - vorgetragen. Neues hat sich für uns aber nicht ergeben", fasste sie zusammen. "Die von der Bürgerinitiative eingebrachten Ideen zur Kostenreduzierung wurden diskutiert und werden nun geprüft", informierte indes der KWL-Sprecher Thomas Flinth gestern.

Die Investition in Schkeuditz-West umfasst etwa 4,4 Millionen Euro, informierte Flinth weiter. "Von den Gesamtkosten übernehmen die KWL rund 2,6 Millionen Euro für das Rückhaltebecken und die Umbindung der Hausanschlüsse", teilte er mit. An den verbleibenden 1,8 Millionen Euro beteiligten sich die KWL mit 30 Prozent, so dass auf die 177 Grundstückseigentümer in Wehlitz aktuell etwa 1,3 Millionen Euro zukommen, die nach der jeweiligen Straßenfrontlänge des Grundstücks aufgeteilt werden. Das sind pro Meter etwa 350 Euro.

"Wir werden alles versuchen, um die Kosten zu minimieren. Wunder vollbringen oder Präzedenzfälle schaffen können wir aber nicht", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) gestern auf Anfrage. Hintergrund: Mit auf die Anwohner umgelegt werden sollen Kosten für die Entsorgung von phenolhaltigen Asphalten der Merseburger Straße. Nach Ansicht der Anwohner eindeutig Kosten, die die Stadt zu tragen hat. "Wir erwarten von der Stadt eine greifbare Geste, haben aber Verständnis, dass die nicht heute und morgen kommen kann", sagte Hoffmann. In der kommenden Woche will die BI beraten, welche weiteren Schritte gegangen werden sollen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.03.2013

Roland Heinrich

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