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Schkeuditz Farben, die wiederkehren
Region Schkeuditz Farben, die wiederkehren
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15:46 19.05.2015
Akribisch sind die Leipziger Restauratorinnen Daniela Arnold (links) und Marie Heyer am Werk. Ihre Arbeit an den Deckenmalereien der Altscherbitzer Kirche ist nahezu beendet. Quelle: Roland Heinrich

Aber auch außen sind Baufortschritte sichtbar.

"Alles, was im Original vorhanden ist, wird erhalten. Das, was wir ergänzen müssen, fügt sich in den Bestand ein", erläuterte Bauoberrat Ingolf Fischer vom Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB). Was ergänzt wird, sind zum Beispiel Lampen, die in die Decke oberhalb der Empore eingelassen werden. Hier hätten die Sängerinnen und Sänger bei den regelmäßigen Konzerten stets im Dunkeln gestanden und deshalb Notenblätter nicht lesen können. Lautsprecher werden in Wände eingelassen und Hörschleifen zusätzlich installiert, zählte Fischer auf.

Ein Gerüst, das die Kirche innen ausfüllt, bildet oben, unter der gewölbten Decke, ein Podest. Hier sind die Leipziger Restauratorinnen Daniela Arnold und Marie Heyer mit der Instandsetzung der Deckenmalerei nahezu fertig. "Es ist nicht so schlimm, wie wir gedacht hatten", sagte Arnold. Es habe zwar örtlich und zeitlich begrenzten Wassereintrag gegeben, vieles sei im Bestand aber gerettet worden. "Die Malerei ist damals mit schneller und sicherer Hand ausgeführt worden. Das ist an den vielen Rosenblüten-Ornamenten zu sehen. Keine Blüte gleicht der anderen", sagte die Diplom-Restauratorin.

Die verwendeten Farbtöne an der Decke kehren an und in der gesamten Kirche wieder. Die Ockerfarbe als Grundton an der Decke etwa wird auch die Farbe des Außenputzes sein. In Abschnitten ist das jetzt auch schon zu sehen. "Die Farbe wird nicht auf den Putz aufgetragen. Der Putz wird ocker eingefärbt und dann an die Wand gebracht", erklärte Architekt Harald Hingst vom Leipziger Büro Link. Der Vorteil bei der Sanierung der Altscherbitzer Kirche sei generell, dass es noch die alten Ausführungspläne gebe. Dort sei unter anderem auch ein Schornsteinkopf in Tulpenform am Ostgiebel der Kirche verzeichnet. "Ein Steinmetz fertigt ihn gerade aus Sandstein", verrät Hingst. Sicher auch, um die Decken-Malereien innen hervorzuheben, aber besonders, um einen helleren Raumeindruck zu erhalten, sei das Beleuchtungskonzept überarbeitet worden, merkte Fischer an. "Die vier im Original erhaltenen Kronleuchter werden in der gleichen Aufhängung, wie vor 100 Jahren wieder angebracht. Oberhalb der Kronleuchter wird aber noch eine zusätzliche Deckenbeleuchtung installiert", verriet der Bauoberrat.

"Wir liegen sehr gut im Zeitplan", fügte Fischer hinzu. Schon im Dezember nämlich soll die Kirche für die Adventskonzerte bespielbar sein. Komplett fertig werde das Gotteshaus aber erst im kommenden Jahr. "Auch der Finanzrahmen wird eingehalten", ergänzte die Leipziger SIB-Leiterin Petra Förster. Der liegt bei etwa 1,5 Millionen Euro. Für den Außenbereich, dessen Gestaltung im kommenden Jahr in Angriff genommen werden soll, erhofft sich der Verwaltungsdirektor des SKH Altscherbitz Manfred Lori noch Unterstützung von der Stadt Schkeuditz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.09.2013

Roland Heinrich

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