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Firma will in Kaufhalle einziehen

Firma will in Kaufhalle einziehen

Vor ziemlich genau einem Jahr ebneten die Schkeuditzer Stadträte mit einem Beschluss den Weg für eine neue Nutzung der ehemaligen Konsumkaufhalle in der Weststraße: Der Leipziger Klaus Platzdasch will hier mit seiner Firma Saxonia-Touristik-International alte DDR-Fahrzeuge ausstellen, Ausfahrten anbieten und nun womöglich seinen Firmensitz in die Flughafenstadt verlegen.

Schkeuditz. Doch zuvor sind Sanierungen und Umbauten notwendig, deren Planungen viel Zeit verschlingen.

"Ich habe mich beim Kauf vor zwei Jahren in dieses doch recht spezielle Objekt 'verliebt' und glaube, dass Schkeuditz ein Standort ist, an dem es sich perspektivisch gut arbeiten lässt", sagte Platzdasch auf Anfrage der LVZ. Doch wann es einen Umzug in die Flughafenstadt oder einen für Schkeuditzer sichtbaren Sanierungsstart geben wird, kann der Leipziger Unternehmer nicht sagen. "Dass die ehemalige Kaufhalle zuvor so lange ungenutzt und unverkäuflich war, kam sicherlich nicht von ungefähr. Es ist ein schwieriges Objekt, das einen vielfach vor Herausforderungen stellt", meinte der 65-Jährige. Der Zustand der Kaufhalle selbst sei ein Grund, der ein schnelleres Vorankommen zunächst verhindert hat: Nach wie vor dringe Wasser durch das Dach ins Gebäude. Die Elektrik müsse überarbeitet werden. Es fehlten Pläne. "Wir haben Rohre, von denen niemand weiß, woher sie kommen oder wohin sie gehen. Das ist spannend, aber eben auch zeitintensiv", sagte der Geschäftsführer. Nun müsse geplant, gezeichnet, besichtigt, kalkuliert, verhandelt und durchdacht werden - und das alles neben der täglichen Arbeit.

Erste Arbeiten konnten Anwohner bereits beobachten. "Wir haben die Grünflächen um das Gebäude auslichten und fachgerecht beschneiden lassen. Auch haben wir den reichlich vorhandenen Müll entsorgt und machen das auch fortlaufend, da leider und unbegreiflicherweise immer wieder Abfall und Flaschen auf unserem Grundstück landen", sagte Platzdasch. Auch seien bereits ringsum neue Fenster eingebaut worden, die jedoch wieder mit Holzplatten gesichert werden mussten. "Uns blutet das Herz, wenn das, was jemand mit Mühe und viel eigenem und hart verdienten Geld geschaffen hat, von Vandalen mutwillig wieder zerstört wird", bezog sich der Leipziger auf Vorkommnisse an der ehemaligen Kaufhalle.

Mit zwei Innenarchitekten ist nun ein Plan erstellt worden, der zeigt, wie die Kaufhalle neben der Nutzung für die Trabi-Veranstaltungen auch zum neuen Büro-Zuhause der Firma werden könnte.

Der historische Charme des Gebäudes, den der Leipziger sieht, soll erhalten bleiben. "Wenn wir nicht weiter auf Unvorhersehbares stoßen, wird mindestens noch ein höherer fünfstelliger Betrag zu investieren sein", meinte der Geschäftsführer. Dabei seien jedoch noch keine Arbeiten am Dach - dem "größten Sorgenkind" des Unternehmers - berücksichtigt. "Wenn es nicht nur Flickwerk werden soll, stehen wir vor Kosten im sechsstelligen Bereich", sagte er.

"Ich kann leider noch keinen Eröffnungstermin nennen. Ich verspreche aber: wenn es so weit ist, werden alle eingeladen, den 'neuen alten Konsum' zu besichtigen", lud Platzdasch ein. Wie das Landratsamt Nordsachsen mitteilte, ist die erteilte Baugenehmigung noch ein Jahr gültig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.05.2014
Roland Heinrich

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