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Flammen im Triebwerk der Antonov 225 am Flughafen Leipzig-Halle

Vor langer Reise Flammen im Triebwerk der Antonov 225 am Flughafen Leipzig-Halle

Die Maschine war mit Spannung erwartet worden, dann geschah das Unvorhergesehene: Flammen bildeten sich in einem Triebwerk. Die Flughafen-Feuerwehr rückte mit neun Fahrzeugen aus. Dabei hat der Riesenflieger noch einen weiten Weg vor sich.

Die Antonov AN-225 am 10. November am Flughafen Leipzig-Halle. In einem Triebwerk bildeten sich Flammen.

Quelle: Roland Heinrich

Leipzig. Aufregung am Donnerstagnachmittag bei der Landung der riesigen Antonov AN-225 am Flughafen Leipzig-Halle. Als das größte Flugzeug der Welt gelandet und auf dem Vorfeld zum Stehen gekommen war, schlugen Flammen aus einem Triebwerk. Das bestätigte Airport-Sprecher Uwe Schuhart gegenüber der Leipziger Volkszeitung.

Neun Fahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr rückten aus, um den Brand gegebenenfalls in Schach zu halten. Letztlich kamen laut Schuhart aber keine Löschmittel zum Einsatz: Das Feuer sei von selbst wieder ausgegangen. Nach rund 15 Minuten war der Spuk vorbei.

Dass sich bei derartigen Triebwerken Flammen bilden könnten, wenn die Maschinen auslaufen, sei nicht unüblich, hieß es vom Airport. Eine Gefahr habe nicht bestanden. Wie groß der entstandene Schaden ist, und ob das Frachtflugzeug planmäßig am Freitag mit Ziel Südamerika wieder starten kann, ist derzeit noch unklar.

 Immer wieder ruft die Präsenz des außergewöhnlichen Flugzeugs, das bis zu 250 Tonnen Ladung aufnehmen kann, begeisterte Fotografen auf den Plan – so auch am Donnerstag. Dieses Mal standen die meisten Schaulustigen allerdings falsch: Sie hatten sich nämlich rund um die Südbahn des Airports versammelt. Der Flieger landete dieses Mal aber auf der Nordpiste.

Bis Sonntag unterwegs

Wenn die Antonow am Freitag nach Plan abhebt, fliegt sie nicht nonstop nach Chile. „Das Flugzeug hat zwar eine Reichweite von 15.000 Kilometern. Aber da muss es leer sein“, sagte Schuhart. Bei 200 Tonnen Zuladung schafft die AN -225 laut Wikipedia dann nur noch 4500 Kilometer.

Deshalb wird das Riesenflugzeug bis zum Sonntag unterwegs sein. Zuerst fliegt die Mrija genannte Maschine von Schkeuditz (2) nach Keflavík (3) in Island. Von dort geht es zu einem kanadischen Militärflugplatz bei Goose-Bay (4). Am Sonnabend steuert der Frachtkoloss dann den Washington Dulles International Airport (5) an. Von dort geht es weiter zum Miami International Airport (6). Drei Stunden später hebt die AN-225 am Sonntagfrüh in Richtung des Johan Adolf Pengel International Airport (7) in Suriname ab. Der Flughafen befindet sich in Zanderij, circa 45 Kilometer südlich der Hauptstadt Paramaribo. Auch dort sind nur etwa drei Stunden Aufenthalt vorgesehen, bis es zum Zielflughafen Diego Aracena (8), 45 Kilometer von der Stadt Iquique entfernt, in Chile geht.

Die Stationen der AN 225

Die Stationen der AN 225.

Quelle: Grafik: Patrick Moye

Das weltgrößte, fast 28-jährige Flugzeug hat keinen anderen europäischen Flughafen – außer dem Heimatflughafen in Kiew-Gostomel (1) – häufiger besucht als den Schkeuditzer, sagte der Airportsprecher. Am Flughafen Shannon im Westen Irlands war die AN-225 bisher 18 Mal, am Aéroport Châlons Vatry im Nordosten von Frankreich 14 Mal, berichtete Schuhart. Innerhalb Deutschlands sei der Frachtriese sechsmal am Flughafen Köln-Bonn, fünfmal in Geilenkirchen und viermal in Hahn gewesen.

Von lyn/rh

Flughafen Leipzig-Halle 51.422081 12.22038
Flughafen Leipzig-Halle
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