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Schkeuditz Flughafen-Becken erneut defekt
Region Schkeuditz Flughafen-Becken erneut defekt
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17:46 19.05.2015

Denn der Schkeuditzer hatte bereits im Januar 2011 so etwas an dem Gewässer bei Modelwitz bemerkt und darauf aufmerksam gemacht. Die Siedlung befindet sich gegenüber dem DHL- und Flughafen-Gelände. Damals hatte nach entsprechenden Anfragen der Flughafen-Umweltbeauftragte Axel Semrau mitgeteilt, dass enteisungsmittelhaltiges Abwasser aus einem defekten Regenrückhaltebecken vom Airport-Gelände in den Bach gelangt war. "So etwas darf sich nicht noch einmal wiederholen", hatte damals Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) gefordert. Im Herbst 2011 meldete der Flughafen, dass das defekte Becken wieder dicht ist. Eine Fehleinschätzung, wie man nun weiß.

Wie Airport-Sprecher Robert Hesse gestern auf LVZ-Anfrage mitteilte, hat sich der Flughafen wie bereits 2011 erneut bei der Umweltbehörde selbst angezeigt. "Letzten Herbst hatten wir festgestellt, dass jetzt beide Regenrückhaltebecken ein Leck haben. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung dieses Problems, die Planungen für die Sanierung beider Becken laufen", sagte der 33-Jährige. Vor dem nächsten Winter soll ein Becken grundlegend saniert sein, das andere werde dann nicht genutzt. Bis 2014 soll dieses dann in Ordnung gebracht werden. "Wegen des geringen Niederschlages entwich im Februar durch das Leck Wasser mit zu hoher Konzentration des Enteisungsmittels, das mit dem Oberflächenwasser in die Becken gelangt. Wir selber öffnen die Becken derzeit nicht, sondern entsorgen das Wasser ins Klärwerk Rosental." Das Mittel ist nicht gesundheitsgefährdend, so Hesse. In Zukunft sei nicht mehr mit Geruchsbelästigung und Überschreitung der Grenzwerte zu rechnen. Auf die Frage, weshalb nicht bereits im Herbst die Öffentlichkeit informierte wurde, sagte er: "In Gremien wie der Fluglärmkommission ist darüber informiert worden. Aber eine Presseinformation hat es nicht gegeben, da müssen wir besser werden."

Dass jetzt die Öffentlichkeit von diesem Vorfall erfährt und die Ursachen des Geruchs bei Modelwitz erklärt bekommt, ist Anwohner Borsitzky zu danken. Er hatte dafür gesorgt, dass dieses Thema in der jüngsten Stadtratssitzung eine Rolle spielte. Noch vor der offiziellen Bürgerfragestunde sprach Enke in der Sitzung zu Borsitzky und bat um ein Gespräch im kleinen Kreis: "Um nicht die guten Beziehungen zum Flughafen aufs Spiel zu setzen, möchte ich Ihnen das persönlich erklären. Was Sie dann mit der Information machen, ist Ihre Sache." Borsitzky braucht nun aber nicht mehr die Öffentlichkeitsarbeit für Stadtverwaltung und Flughafen zu übernehmen. Die Auskünfte hat der Airport jetzt selbst gegeben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.03.2013

Olaf Barth

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