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Flughafen lässt im Schkeuditzer Norden abreißen

24 Häuser fallen Flughafen lässt im Schkeuditzer Norden abreißen

Im Übernahmegebiet des Flughafens Leipzig/Halle, in der Berliner und der Kursdorfer Straße im Schkeuditzer Norden haben jetzt die Vorbereitungen für den schon 2012 angekündigten Häuserabriss begonnen. Derzeit wird Baufreiheit geschaffen, Hecken und Sträucher von den Grundstücken entfernt. Bäume sind schon 2012 und an anderer Stelle im letzten Jahr gefällt worden. Insgesamt 24 leerstehende Häuser sollen der Abrissbirne zum Opfer fallen.

Auch Häuser in der Berliner Straße fallen in diesem Jahr.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Im Übernahmegebiet des Flughafens Leipzig/Halle, in der Berliner und der Kursdorfer Straße im Schkeuditzer Norden haben jetzt die Vorbereitungen für den schon 2012 angekündigten Häuserabriss begonnen. Mit einem Bagger schafft die Firma Schornstein- und Industrieabriss Voigt aus Borna derzeit Baufreiheit und entfernt Hecken und Sträucher von den Grundstücken. Im Gelände stehende Bäume sind schon 2012 und an anderer Stelle im letzten Jahr gefällt worden. Insgesamt 24 leerstehende Häuser sollen nun im Verlauf dieses Jahres der Abrissbirne zum Opfer fallen.

Anfang letzten Jahres hatte der Airport am nördlichen Ende der Kursdorfer Straße mit dem Gebäudeabriss begonnen. Ein Haus, das bereits keinen Dachstuhl mehr hatte sowie das älteste Haus des Viertels aus den wohl 1920er Jahren sind inklusive Garagen von der Bildfläche verschwunden. Sukzessive sollte der Abriss im Verlauf des vergangenen Jahres weitergehen, doch es tat sich nichts mehr.

„Wir haben im Sommer die Auflage erhalten, ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellen zu lassen“, erklärte Airportsprecher Uwe Schuhart auf Anfrage der LVZ. In dem Zusammenhang seien Vögel im Gebiet beobachtet und gezählt und daraus resultierende Auflagen umgesetzt worden. Für Mauersegler und Sperlinge mussten etwa in die Simskästen der verbleibenden Häuser Nistlöcher eingebracht werden. „Alle Vorgaben von der Unteren Naturschutzbehörde wurden umgesetzt und im November haben wir die artenschutzrechtliche Genehmigung für den Abriss erhalten“, informierte Schuhart.

Die Zahl der Häuser, die im Norden der Stadt abgerissen werden sollen, hat sich seit 2012 stetig geändert. Waren es anfangs noch 22 Gebäude, sollten es im letzten Jahr 30 Häuser sein. „Die Häuser, die stehenbleiben, sind vermietet“, sagte Schuhart am Freitag. Auch wohnen in den beiden Straßen noch Eigentümer, so dass nach dem Abriss vereinzelt weiter Häuser stehenbleiben werden.

Auch wenn das Areal laut früherer Äußerung von Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) für Gewerbe prädestiniert ist, gibt es vom Flughafen keine Pläne für das Gelände, bestätigte der Airportsprecher jetzt erneut. Das Gelände werde vorerst nur Grünfläche werden. Was perspektivisch auf dem Gelände passiert, kann nur spekuliert werden.

Zumindest ist ein Sportplatz an anderer Stelle jetzt erstmals offiziell als Planung bezeichnet worden. Bisher war ein „neues“ Walter-Lutze-Stadion auf dem Altscherbitzer Feld an der Theodor-Heuss-Straße nur eine Vision. Nun soll mit dem geplanten Ausbau der Altscherbitzer Straße sogar eine Zufahrt zum noch nicht existierenden Sportplatz kommen (die LVZ berichtete). Perspektivisch nämlich werden auch die Heimstätte des SC Eintracht und die der Theatergruppe des Villa-Musenkuss-Vereins an den Flughafen gehen. „Nein, wir haben keine Informationen, dass wir am Sportplatz demnächst ausziehen müssen“, sagte Musenkuss-Chef Ulrich Zickenrodt am Freitag. Er gehe davon aus, dass das Musenkuss-Theater an der Berliner Straße noch einige Zeit nutzbar ist.

Von Roland Heinrich

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