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Schkeuditz Flugzeugbrand: 300 Rettungskräfte proben am Flughafen Leipzig/Halle den Ernstfall
Region Schkeuditz Flugzeugbrand: 300 Rettungskräfte proben am Flughafen Leipzig/Halle den Ernstfall
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19:11 24.09.2010
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Leipzig

Es galt, einen Kerosinbrand an einem Verkehrsflugzeug zu löschen und die verletzten Passagiere aus der bis zu 600 Grad Celsius heißen Feuerhölle zu retten. Dabei kam der modernste Brandsimulator Deutschlands zum Einsatz.

Heiß war es an dem originalgetreuen Nachbau einer Boing 747 Passagiermaschine am "Fire-Training-Center" - und aufgrund der Rauchentwicklung im Flugzeug auch gefährlich für die Einsatzkräfte aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. "Sie müssen sich in dem Flugzeug orientieren und die verletzten Personen finden", erklärte Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart noch während der Übung.

300 Rettungskräfte nutzten die Gelegenheit, ihr Zusammenspiel zu trainieren. "Es sind nicht nur Feuerwehrkameraden vor Ort, sondern zum Beispiel auch Sanitäter, die die Opfer versorgen", so Schuhart weiter. Die Opfer, das waren bis zu 80 Kilogramm schwere Dummies (Puppen). Wie viel genau in dem Flugzeug auf Rettung warteten, konnte Schuhart nicht sagen. Dies sei schließlich Gegenstand der Übung.

Leipzig. Die Zahlen sind beeindruckend: 300 Einsatzkräfte mit 56 Fahrzeugen aus 25 Feuerwehren haben am Freitagabend an der Brandübung auf dem Nordfeld des Flughafens Leipzig/Halle teilgenommen. Es galt, einen Kerosinbrand an einem Verkehrsflugzeug zu löschen und die verletzten Passagiere aus der bis zu 600 Grad Celsius heißen Feuerhölle zu retten. Geprobt wurde der Ernstfall im modernsten Brandsimulator Deutschlands.
Gelöscht wurde ausschließlich mit Wasser, das auch Flugfeldlöschfahrzeuge aus bis zu 80 Metern Entfernung auf das brennende Flugzeug schleuderten. Der Grund des Brandes war eine abgerissene Tragfläche, wodurch der Treibstoff Kerosin austrat und sich entzündete.

Im Juni übernahm der Flughafen Leipzig/Halle das Trainingszentrum, das über einen gasbefeuerten Boeing-747-Brandsimulator verfügt, an dem unter realistischen Bedingungen die Brandbekämpfung an Flugzeugen trainiert werden kann.

Der Brandsimulator verbindet Elemente verschiedener Flugzeugtypen. Somit können diverse Szenarien von Fahrwerks-, Triebwerks-, Cockpit- und Bordküchenbränden trainiert werden. Ebenso darstellbar sind Brände im Passagier- und Frachtraum.

Solche Einsatzübungen müssen laut den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation an internationalen Verkehrsflughäfen mindestens alle zwei Jahre durchgeführt werden. Der Flugverkehr wurde duch die Übung nicht beeinträchtigt.

Reik Anton/Michael Dick

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