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Schkeuditz Förderverein will historische Tischlerei wiederbeleben
Region Schkeuditz Förderverein will historische Tischlerei wiederbeleben
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16:35 19.05.2015
An einer Werkbank der alten Tischlerei hält Mario Kulisch historisches Werkzeug in der Hand. Mit neuem Leben soll das Gebäude wieder erfüllt werden. Quelle: Roland Heinrich

"Dafür soll Ende des Jahres ein Förderverein gegründet werden. Das Gründungsgremium ist vollständig und einen Namen für den Verein haben wir auch", sagte Kulisch. Der Förderverein soll "Kooperative Ziegeleihof" heißen.

Die Voraussetzungen, die ehemalige Tischlerei wieder mit Leben zu erfüllen, stehen dabei gar nicht so schlecht: Das Gebäude und dessen Grundstück müssen nicht erst erworben werden. "Das gehört schon zum Eigentum der Volkssolidarität und damit zur Wohn- und Lebensgemeinschaft", sagte Kulisch. Auch sei das Dach auf dem Gebäude zwar alt aber dicht. Die Fenster sind schon vor längerer Zeit mit Spanplatten verschlossen worden. "Auch wenn es nicht schön aussieht: um Vandalismusschäden zu vermeiden, war das nötig", sagte der Gemeinschafts-Leiter.

Jetzt zieht Kulisch zu potenziellen Unterstützern, um von seiner Idee zu überzeugen. In ersten Vorgesprächen, die stattfanden, habe es positive Resonanz auf das Projekt gegeben. "Ich stelle mir hier ein Café vor und möchte die Tischlerei als öffentlichen Bereich gestalten", verriet er. Das bedeute, dass die ehemalige Werkstatt als eine Art Schnittstelle oder Berührungspunkt zwischen den Schkeuditzern und den Gemeinschafts-Bewohnern fungieren soll. Nicht nur Kaffeetrinken wird hier möglich sein. Auch ein öffentlicher Arbeitsbereich soll entstehen. "Kunst und Kultur sollen ebenfalls einziehen", stellt sich Kulisch vor. Insgesamt will die Wohngemeinschaft mit dem Projekt weiter in die öffentliche Wahrnehmung gelangen. Mit einem Benefizkonzert im kommenden Jahr soll ein erster Schritt dazu gegangen werden.

Noch braucht der Betrachter des Gebäudes Vorstellungskraft und Fantasie, um Kulischs Pläne vor dem geistigen Auge zu sehen. Doch der große Raum im Erdgeschoss, der mit Holzbalken durchzogen ist, macht es nicht allzu schwer, dem Vorhaben zu folgen. Ein hinter dem Haus befindliches Rasenstück, welches Kulisch als möglichen Freisitz sieht, trägt dazu bei. "In dem Plan sehe ich eine lohnenswerte Aufgabe", fügt er hinzu und nennt sein Motto: "Das Neue zu wagen, ohne das Bewährte aufzugeben!"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.06.2013

Roland Heinrich

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