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Schkeuditz Forstbezirk Leipzig: In zehn Jahren 4,6 Millionen Bäume gepflanzt
Region Schkeuditz Forstbezirk Leipzig: In zehn Jahren 4,6 Millionen Bäume gepflanzt
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12:01 27.05.2016
Revierleiter Carsten Pitsch (2. von rechts) erklärt an einem sogenannten Femelgebiet die Aufforstung mit Stieleichen. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Was passiert im Leipziger Auwald? Um auf diese und andere Fragen, die an den umweltpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Wolfram Günther, herangetragen werden, Antworten zu bekommen, hatte er zu einer „Exkursions-Diskussion“ mit Start an der Domholzschänke eingeladen. Damit die Antworten auch fundiert sind, waren beim abendlichen Rundgang am Dienstag Forstdirektor Andreas Padberg, Revierleiter Carsten Pitsch und auch René Sievert vom Naturschutzbund Leipzig dabei. Etwa 40 Interessierte waren der Einladung gefolgt.

„33 500 Hektar Wald gehören zum Forstbezirk. Davon sind knapp 40 Prozent Landeswald. Etwa die Hälfte ist in privater Hand“, leitete Padberg ein und nannte weitere Zahlen. Rund 60 000 Kubikmeter Holz würden pro Jahr geschlagen, pro Jahr werden im Durchschnitt 85 Hektar Wald verjüngt und zusätzlich fünf bis 20 Hektar neu aufgeforstet. „In zehn Jahren wurden im Forstbezirk Leipzig 4,6 Millionen Bäume gepflanzt“, sagte der Forstdirektor und sorgte damit für anerkennendes Raunen.

Das Forstrevier Leipzig, das Carsten Pitsch leitet, erstreckt sich von der Autobahn 14 im Norden bis zur B 95-Abfahrt Rötha im Süden. Es umfasst rund 1500 Hektar. Allein 650 Hektar umfasst die Nordwestaue südlich von Schkeuditz. „Hauptbaumart ist die Gemeine Esche mit etwa 45 Prozent, gefolgt von der Stieleiche mit 23 Prozent und dem Bergahorn mit 15 Prozent“, führte Pitsch aus. Vor allem die alten Eschen müssten durch Stieleichen ersetzt werden, auch wegen des seit 2007 zu beobachtenden Eschentriebsterben. „Das Falsche Weiße Stängelbecherchen sorgt für ein Absterben zunächst der Triebe“, wusste Pitsch und zeigte Beispiele.

Bei der Baumernte hat der Forstbezirk erstmals neue Technik eingesetzt. Die hinterlässt auf dem Wegen zwar Schäden – darüber hatten sich Wanderer echauffiert – schonen aber den Waldboden. „Der Waldboden in den Rückegassen, die hier übrigens 40 statt 20 Meter Abstand haben, ist mir wichtiger. Den Waldweg kann man wieder reparieren, den Boden nicht“, sagte Padberg. Das Kettenfahrzeug, das verwendet wurde, sinke bei weitem nicht so tief in den Boden ein, wie vorherige Fahrzeuge und schone so den Wald. „Wir haben übrigens keine eigene Technik und vergeben die Arbeiten zu 100 Prozent an Fremdfirmen“, ergänzte der Forstbezirks-Leiter.

Für den Naturschutz lasse man einzelne Habitatbäume und Biotopbäume in Gruppen um die zehn Stück stehen. Deren Anzahl soll weiter erhöht werden.

Von Roland Heinrich

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