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Schkeuditz Französische Azubis sammeln in Schkeuditz Auslandserfahrung
Region Schkeuditz Französische Azubis sammeln in Schkeuditz Auslandserfahrung
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11:47 11.12.2009
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Schkeuditz

Dazu gehört unter anderem ein Auslandspraktikum.

Gemeinsam mit acht Auszubildenden des überbetrieblichen Bildungsträgers GtB in Schkeuditz konnten sich die Franzosen über die Kultur, Sprache und Arbeitsgewohnheiten des anderen austauschen. „In der ersten Woche haben wir gemeinsame Ausflüge unternommen, um uns kennen zu lernen, dann haben die Jugendlichen in einem Betrieb in Schkeuditz und sieben Betrieben in Leipzig gearbeitet“, erklärte Heike Dostmann, Ausbilderin Gastronomie bei der GtB. Sie betreut das Projekt zum vierten Mal. Das Schkeuditzer Restaurant Zur Börse hat zum ersten Mal an dieser Art Austausch teilgenommen und Julie Capellari und Morganne Renon aufgenommen, untergebracht und verpflegt: „Sie waren sehr fleißig, aber die Verständigung war schwierig“, resümiert Geschäftsführer Olaf Köhler. Doch mit Händen und Füßen sei es gegangen, habe aber hin und wieder zu witzigen Situationen geführt, ergänzte er schmunzelnd. Doch für schwierige Situationen hatten die Jugendlichen einen ständigen Sprachbegleiter als Ansprechpartner dabei, der vom Deutsch-Französischen Sekretariat (DFS) in Saarbrücken gestellt wurde: „Das Sprachproblem hat zu einer gewissen Schüchternheit geführt“, sagte Übersetzer Gabriel Djiako. Aber die Jugendlichen hätten sich auch ohne ihn gut verständigt und sich in der Stadt zurechtgefunden. „Der Austausch soll natürlich auch die Deutschkenntnisse vertiefen, aber die Schüler schlagen sich auch mit englisch durch“, sagte Dostmann zwinkernd. Zwar haben die Franzosen Deutschunterricht, „einige von ihnen aber erst seit September“, erklärte Deutschlehrer Thomas Rypinski. Er und sein Kollege Jérôme Toulet reisten am Mittwochabend an, um ihre Schäfchen wieder einzusammeln. Aber auch, um mit den Chefs der jeweiligen Betriebe zu sprechen. „Die Schüler bekommen Noten für ihr Verhalten, die dann direkt in ihre Abiturnote einfließen“, erklärt Rypinski. Denn die Auszubildenden absolvierten ihr Praktikum nicht in ihrem Fach, sondern tauschten die Rollen. Julie, die eigentlich Köchin lernt, arbeitete also im Service. „Mir hat es gut gefallen, aber wir waren hier ein wenig weit von den anderen in Leipzig entfernt. Das war schade. Und vier Wochen sind auch ganz schön lang“, sagte sie. Außerdem hätten die unterschiedlichen Arbeitszeiten dazu geführt, dass sie sich nach Dienstschluss oft nicht mehr mit der Gruppe treffen konnten. Im Mai fahren die acht Auszubildenden der GtB nach Bergerac: „So ein Austausch kommt schon gut an. Die Erfahrung, allein im Ausland zu sein, ist nicht die schlechteste“, sagt Jörg Genthe, Leiter für internationale Arbeit bei der GtB. Und ein Auslandspraktikum mache sich schließlich immer gut im Lebenslauf.

Kristin Jurack

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