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Schkeuditz Freie Fahrt auf der Südumfahrung
Region Schkeuditz Freie Fahrt auf der Südumfahrung
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00:29 10.12.2015
Als erste durften den neuen Kreisverkehr Oldtimer und der Landrat mit dem Liegerad umrunden. Quelle: Olaf Barth
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Wer einen weiteren Meilenstein in der touristischen Erschließung von Leipzigs nördlicher Seenlandschaft feiern will, dem sollte etwas Wasser von oben nichts ausmachen. Und so war es auch, als im strömenden Regen viele Menschen unweit des Schladitzer Sees feierlich den Kreisverkehr an der ehemaligen B 184 eröffneten. Niemand ließ sich vom suboptimalen Wetter die gute Laune verderben.

„Wir ziehen die Eröffnung durch, ganz locker vom Hocker“, gab der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) die Tonlage vor. Ihm zur Seite standen lachend Landrat Kai Emanuel (parteilos) und der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos). Die strahlenden Gesichter kamen nicht von ungefähr. Denn der Kreisverkehr mit seinen Abzweigungen nach Leipzig-Wiederitzsch, Delitzsch, Rackwitz und zur Schladitzer Bucht komplettiert die 4,2 Kilometer lange, neu gebaute Südumfahrung nach Radefeld. Damit ist nicht nur das Freizeitparadies All on Sea nun bestens ans Straßennetz angeschlossen, sondern ein Schritt getan, auch den Haynaer Biedermeierstrand an diese Südumfahrung anbinden zu können. Für die All-on-Sea-Crew dankte Center-Manager Sven Neundorf für den Neubau. Er war es, der dies als Meilenstein bezeichnet hatte.

Der Landrat verband, wie er sagte, für diesen Termin Hobby und Beruf. In seiner Funktion als Chef des Landratsamtes kam er ganz ungewohnt und unkonventionell in Turnschuhen, Jeans und Regenjacke auf seinem Liegerad aus Delitzsch angefahren. Mit dem Zweirad die erste Runde durch den neuen Kreisverkehr zu drehen, habe er sich zur feierlichen Eröffnung einfach nicht entgehen lassen wollen. Emanuel lobte das Projekt als wichtige Verkehrserschließung sowohl für die Schladitzer Bucht als auch den Haynaer Strand.

Enke betonte seinerseits die gute Zusammenarbeit in der aus Schkeuditz, Rackwitz und dem Landratsamt bestehenden Bauherren-Gemeinschaft. Gemeinsam sei das rund 3,7 Millionen Euro teure Projekt bei Einhaltung des Kostenrahmens gestemmt worden. Den Hut als Bauherr hatten die Schkeuditzer auf, da ein Großteil der Südumfahrung auf deren Terrain liegt. Die Stadt leistet mit rund 280 000 Euro auch den größten Betrag für den Eigenanteil. Etwa 230 000 Euro musste auch die Gemeinde Rackwitz zuschießen. Deren Bürgermeister zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der Fertigstellung dieser „infrastrukturellen Maßnahme als Grundvoraussetzung zur Erschließung des Sees“. Schwalbe dankte seinem Amtsvorgänger Manfred Freigang (CDU), der sehr für die neue Straße gekämpft habe und lud ihn gleich zu einer ersten Fahrt im Kreisverkehr mit einem Oldtimer ein.

Und so kurvten nach der offiziellen Eröffnung des Kreisels nicht nur Emanuel mit seinem Liegerad, sondern auch drei Fahrzeuge aus Glesien zur Premiere um die Runde. Lothar Braunsdorf vom Verein zur Erhaltung alter Fahrzeuge und seine Mitstreiter hatten einen Opel P4, Baujahr 1936, sowie je einen alten Wartburg und Polski Fiat für die Ehrenrunden mitgebracht. Phillipp Sawatzke vom Haynaer Strandverein war mit einer historischen Feuerwehr vorgefahren und kredenzten von dort aus mit einer Mitstreiterin den sich unter den Regenschirmen drängenden Gästen frisch gegrillte Bratwürste und heißen Kinderpunsch.

Von Olaf Barth

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