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Freiroda erhält zweites Gewerbegebiet

Freiroda erhält zweites Gewerbegebiet

Neben dem Gewerbegebiet Freiroda Nord 1 soll eine weitere Fläche für Ansiedlungen bereitgestellt werden. Damit auf der derzeitigen Brache eine geordnete Entwicklung vonstatten gehen kann, erarbeitet die Stadtverwaltung einen Bebauungsplan Nord 2. Dieser wurde auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung erstmals öffentlich vorgestellt.

Freiroda. Der größte Teil des rund acht Hektar großen Gebietes befindet sich in Privatbesitz, nur ein kleiner Teil der Fläche ist städtisch. Da es sich aber um hauptsächlich unansehnliches Brachland handelt mit einstigen leer stehenden LPG-Kuhställen, scheint es offenbar in aller Interesse, hier eine vernünftige Entwicklung voranzutreiben. „Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes wollen wir die Nutzung und Entwicklung der Flächen kontrolliert lenken. Allerdings gibt es für schon vorhandenes Gewerbe Bestandsschutz“, sagte Frank Wenzel. Der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Wirtschaft folgte im Freirodaer Bürgerhaus wie die Ortschaftsräte den Ausführungen von Thomas Görner. So schlug der Architekt und Stadtplaner zum Beispiel vor, die mitten in dem Gebiet liegende verwilderte Kleingartenanlage als zentrale Grünzone im Gewerbegebiet zu belassen, da diese bedeutend für den Naturschutz sei. Weitere naturschutzrechtliche Dinge gebe es nicht zu beachten. Dies habe laut Görner ein externes Gutachten ergeben. Allerdings sollte vor dem Abriss und bei Veränderung von Gebäuden noch einmal nach eventuellen Bruträumen geschaut werden. Und für den Hausrotschwanz und die Schleiereulen sollten Nistkästen angebracht werden. Das Gewerbegebiet soll für Handwerker und kleinere Unternehmen bestimmt sein. Entsprechend kleingliedrige Flächen sind vorgesehen. „Wir wollen an dieser Stelle keinen großen Logistiker oder ähnliche Firmen ansiedeln“, begründete das Wenzel. Die Ortschaftsräte nahmen den Plan zur Kenntnis und gaben Hinweise. Zum Beispiel den, dass es nicht sinnvoll ist, im nördlichen Bereich eine Mindesthöhe für Gebäude festzuschreiben. „Je höher sie dort sind um so besser. Sie wirken dann gleich als Lärmschutz“, sagte Ortschaftsrat Helmut Lehmann. Auch kritisierte er die als Sackgassen mit Wendehammer vorgesehenen Zugangsstraßen: „Die werden von Lastern nur kaputt gefahren, weil das immer viel zu eng ist. Eine Ringstraße um das Gelände wäre besser.“ Ein dritter Änderungshinweis bezieht sich auf den südlichen Teil, in dem ein Streifen nun von gewerblicher Nutzung frei gehalten werden soll, um so aus Lärmschutzgründen den nötigen Abstand zur nächsten Bebauung zu wahren. „Wir werden das alles prüfen und den Plan entsprechend überarbeiten. Die Hinweise waren für uns sehr hilfreich“, so Wenzel. Als nächste Schritte nach der Überarbeitung folgen die frühzeitige Bürgerbeteiligung, der Beschluss im Technischen Ausschuss zur Auslegung, die Abwägung der Einwände und der endgültige Beschluss. Im zweiten Halbjahr könnte der Bebauungsplan rechtskräftig sein. Konkrete Ansiedlungswünsche gibt es noch nicht.

Olaf Barth

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