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Friseurinnen lernen in Schkeuditz auch Rhetorik

Friseurinnen lernen in Schkeuditz auch Rhetorik

Mit rund 1300 Schülern gehört das Berufliche Schulzentrum (BSZ) Schkeuditz zu den ganz großen Ausbildungszentren in der Region. Lediglich Delitzsch bewege sich bei den Schülerzahlen auf ähnlichem Niveau, meint Klaus-Peter Hohmuth, Referent für Berufliche Schulen der Sächsischen Bildungsagentur (SBA).

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Maxi Geiger lässt sich in der Schkeuditzer Berufsschule von Klaudia Panknin einen Zopf flechten.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. "Dabei ist jede Einrichtung ein Unikat", unterstreicht er. Das BSZ in Schkeuditz nehme dabei eine Sonderstellung ein, sei eine länderübergreifende Einrichtung. "Fast alle Schüler werden im dualen System ausgebildet, Ausnahme ist die Ausbildung in der zweijährigen Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung", sagt Hohmuth.

Ausreichend Gelegenheit, sich über die angebotenen Ausbildungen in Schkeuditz zu informieren, gab es jetzt zum Tag der offenen Tür. Glaser- oder Tischlerwerkstätten waren genauso geöffnet, wie das Ausbildungslager für Fachlageristen. "Die Fachkabinette und Werkstätten sind top ausgestattet", weist Hohmuth hin, nicht ohne die erheblichen Kosten für die Werkstatt-Ausrüstungen zu erwähnen.

Im Fachkabinett für den Friseurberuf stehen Modell-Köpfe, die wahlweise mit Lockenwicklern oder einem geflochtenem Kreuz-Muster in den Haaren versehen sind. "Hieran üben die Schülerinnen", sagt Heike Wischnewski, Fachleiterin für Logistik im BSZ und wegen einer Erkrankung des Schulleiters momentan Ansprechpartnerin im Schkeuditzer Haus (die LVZ berichtete). Vor allem im Friseur-Ausbildungszweig hätte es zum Tag der offenen Tür Interessenten gegeben. Schkeuditz beheimatet die Bezirksklasse im Friseurhandwerk und bildet derzeit rund 160 hauptsächlich weibliche Lehrlinge aus.

Warum ausgerechnet der Friseur-Beruf so angesagt ist, obwohl er bei den schlecht bezahlten Tätigkeiten stets mit als erster genannt wird? "Der Friseur-Beruf ist ein Beruf, der Kreativität zulässt und auch verlangt", sagt Wischnewski. Es bedürfe zwar einer gewissen Überzeugungskraft, am Kunden auch kreativ sein zu können, "aber nicht ohne Grund heißt ein Ausbildungsfach nicht mehr nur 'Deutsch', sondern 'Deutsch und Kommunikation'. Dabei werde auch am rhetorischen Vermögen der Schüler gefeilt. "Was die Bezahlung betrifft, so hat sich die Situation mit der Einführung des Mindestlohnes schon etwas entspannt", ergänzt Hohmuth. "Auch wenn der Beruf nicht zu den hochbezahlten Jobs gehört, bin ich mir sicher, dass sich in den nächsten Jahren in der Richtung noch etwas zum Positiven bewegen wird", meint der SBA-Referent.

Die Nachfrage nach neuen Friseurinnen oder Friseuren sei unvermindert hoch - genauso, wie die Fluktuation, da hauptsächlich Frauen diesen Beruf ausüben, weiß Hohmuth. Unterdessen greift Klaudia ­Panknin in die Haare ihrer Mitschülerin, um einen Zopf zu flechten. Die 22-jährige Leipzigerin lernt in Schkeuditz im zweiten Lehrjahr. Die 18-jährige Maxi Geiger, die sich diese Behandlung gefallen lässt, lernt im selben Jahrgang.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2015
Roland Heinrich

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