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Schkeuditz Für Anbau an Dölziger Ortsteilzentrum ist Holz-Fassade vorgesehen
Region Schkeuditz Für Anbau an Dölziger Ortsteilzentrum ist Holz-Fassade vorgesehen
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14:09 19.05.2015
Neben dem bisherigen Gebäude entsteht ein Anbau. Die Architekten-Skizze links zeigt die West-Ansicht des Komplexes mit dem jetzigen Haupteingang. Quelle: Stadtverwaltung Schkeuditz T.Franke

Das sagte am Montagabend in der Ortschaftsratssitzung Außenstellenleiterin Birgit Gründling und führte weiter aus: "Seit August 2013 ist dieses Vorhaben für uns ein Thema, wurden in einer Arbeitsgruppe mit den Ortschaftsräte sowie mit Vertretern von Vereinen die Varianten diskutiert. Nun wollen wir mit einem schönen Ortsteilzentrum für ein aktives Dorfleben ein weiteres Kleinod in Dölzig schaffen."

Der Leipziger Architekt Tobias Franke stellte dann die Vorzugsvariante vor, warf mit Hilfe eines Beamers Grundrisse und Foto-Beispiele an die Wand und hatte reichlich Zuhörer. Denn rund 20 Dölziger sorgten für sonst eher selten so zu erlebende volle Besucher-Stuhlreihen. Angesichts des hohen Zuspruchs änderte Ortsvorsteher Thomas Druskat mit Zustimmung der anderen Räte die Tagesordnung und verlegte die am Ende stehende Bürgerfragestunde kurzerhand nach vorn. Damit hatten dann die Bürger nach dem Vortrag sofort Gelegenheit, ihre Fragen los zu werden.

Zunächst aber erklärte Franke seinen Entwurf, in dem es um eine sinnvolle Verbindung von Alt- und Neubau bei maximaler Funktionalität innerhalb des gewünschten Raumprogramms ging. Als favorisierte Variante habe sich im Laufe der Diskussionen und Abwägung aller jeweiligen Vor- und Nachteile ein Anbau an der Südseite des Gebäudes ergeben. Dieser Anbau mit einer Nutzfläche von 140 Quadratmetern wird nach jetzigem Stand in einer Fertigteil-Holzbauweise errichtet. Holz sei ein heimischer, nachwachsender Rohstoff und verfüge über verschiedene positive Eigenschaften, unter anderem für ein gutes Raumklima. In dem Neubau sollen das Heimatmuseum, die Bibliothek und das Büro der Ortsteilverwaltung untergebracht werden. Außerdem sind dort ein Besucher-WC sowie eine Behinderten-Toilette vorgesehen, beide sind jeweils von innen und von außen zu erreichen. Die Fassade des Anbaus soll ebenfalls aus Holz sein. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, da dies so am besten der Konstruktion entspricht und sich das Gebäude so klar von dem Altbau absetzt", erklärte Franke. Falls der Wunsch besteht, könne die Fassade aber auch verputzt werden, sagte der 47-Jährige auf Nachfragen.

Kleinere Umbauten sind auch im Altbau vorgesehen. Im Erdgeschoss bleibt es bei den beiden Räumen für Veranstaltungen und Vereinstreffen. Lediglich der Flur wird von Küche und Toiletten befreit. Die Küche wird in den zweiten Raum verlegt. Baulich unverändert soll Raum eins bleiben, in dem auch die Ortschaftsratssitzung stattfand. Allerdings wird dort eine im Raum stehende, tragende Säule als störend empfunden. Druskat regte an, über Möglichkeiten nachzudenken, wie sie entfernt werden könne. Allerdings machte der Architekt aus statischen Gründen wenig Hoffnung, hier ohne großen Aufwand eine Lösung finden zu können. Spätestens bei Nennung der Mehrkosten wird dieser Wunsch wohl ad acta gelegt werden. Denn jetzt schon sind ebenfalls aus Kostengründen keine neuen Fenster in dem Altbau geplant, wie Gründling auf Bürger-Nachfrage mitteilte. Auch werde das Dachgeschoss nicht weiter ausgebaut. In der ersten Etage befinden sich dann Damen und Herren-Toiletten sowie ein Abstellraum, der von den Tierzüchtern bei ihren Schauen mit als Ausstellungsraum genutzt werden kann.

Der Schkeuditzer Haushalt sieht 2015 für den Um- und Anbau 300 000 Euro vor. Die Bauarbeiten sollen von Mitte Mai bis Mitte Dezember dauern und so koordiniert werden, dass zum Schulanfang im Altbau eine Feier stattfinden kann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.02.2015
Olaf Barth

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