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Schkeuditz Für Asylbewerber im Gespräch
Region Schkeuditz Für Asylbewerber im Gespräch
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14:07 19.05.2015
Dieser Wohnblock in der Edisonstraße könnte eine Unterkunft für Asylbewerber werden. Das Landratsamt verhandelt derzeit mit dem Eigentümer. Quelle: Roland Heinrich

"Es handelt sich um das Gebäude, das sich zwischen der Berufsschule und den Stadtwerken befindet", sagte Enke. Konkret sei aber noch nichts.

Das bestätigte gestern auch LRA-Sprecher Rayk Bergner. "Wir befinden uns mit dem Eigentümer in den Vorverhandlungen", sagte Bergner. Sollten diese Gespräche für den Landkreis positiv verlaufen, ist geplant, 60 Asylbewerber in dem Wohnblock unterzubringen, sagte Bergner. Im Haus sollen dann abgeschlossene Wohnungen entstehen. Parallel zu den Verhandlungen mit dem Besitzer würden baurechtliche Fragen geprüft.

Gebaut werden muss an dem Gebäude auf jeden Fall. Im September 2013 nämlich brannte hier der Dachstuhl und ein an dieser Stelle seitdem klaffendes Loch hat sicher nicht zur Verbesserung der Bausubstanz beigetragen. Abgesehen von den Niederschlägen der letzten 17 Monate hat sicher auch schon das Löschwasser dem Mauerwerk zugesetzt. Hinzu kommen Vandalismus-Schäden, wie eingeschlagene Fenster und Türen, die schon vor dem Brand sichtbar waren.

Wie die Einigung mit dem Eigentümer, so sie kommt, aussieht, sei jetzt noch völlig offen, meinte Bergner. Es sei vorstellbar, dass der Landkreis das Gebäude erwirbt, dass er sich einmietet oder dass es einen unabhängigen Dritten als Träger der Unterkunft gebe. Voraussetzung für all diese Varianten ist aber, dass die parallel laufenden Prüfungen für das Haus als neues Asylbewerber-Quartier sprechen, meinte der LRA-Sprecher.

Zumindest angestrebt scheint von seiten des Eigentümers eine Einigung zu sein. Während sich der leere Wohnblock in den letzten Jahren hinter Bäumen und Sträuchern "versteckte" und als zugewachsen zu bezeichnen war, ist jetzt noch schnell die Säge angesetzt worden, wohl, um hier Baufreiheit zu schaffen.

Dass sich das LRA mit den jetzigen Verhandlungen von den Dölziger Plänen verabschiedet, trifft nicht zu, sagte Bergner. "Wir halten an dem Vorhaben fest. Der Stand ist aber unverändert", sagte der LRA-Sprecher. Wie berichtet, sollte das einstige Magnet-Hotel im Dölziger Gewerbegebiet als Asylbewerber-Unterkunft dienen. Das Leipziger Verwaltungsgericht aber hatte nach der Klage eines Anwohners den Umbau zur Unterkunft für rechtswidrig erklärt. Gegen diesen Beschluss hat das Landratsamt Widerspruch beim Oberverwaltungsgericht in Bautzen eingelegt. Eine Entscheidung gibt es bislang nicht.

Zum Beschluss des Leipziger Verwaltungsgerichts sprach Landrat Michael Czupalla (CDU) von einer Katastrophe für die Planungen des Landkreises. Außerdem verwies er auf eine Bundesratsinitiative vom 7. November letzten Jahres, bei der die bestehenden Regelungen zur Unterbringung von hilfesuchenden Menschen nachgebessert worden seien. Ausdrücklich sei dabei auch die Unterbringung in Gewerbegebieten eingeschlossen worden. Im LRA betonte man auch die Eile, in der Unterkünfte zur Verfügung stehen müssen. Wie schnell das bei einer Einigung und bei gegebenen Voraussetzungen in Schkeuditz geht, ist ungewiss.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2015
Roland Heinrich

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