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Für "Südumfahrung" werden 30 000 Quadratmeter versiegelt

Für "Südumfahrung" werden 30 000 Quadratmeter versiegelt

Der Unterbau der sogenannten Südumfahrung, die eine durch den Kohleabbau verschwundene Straße am Schladitzer See ersetzen soll, ist quasi fertig. Theoretisch ist es schon jetzt möglich, die neue Ortsverbindung komplett entlangzufahren.

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Baufahrzeuge bereiten bereits den Anschluss der Südumfahrung an die nach Leipzig-Wiederitzsch und nach Lemsel führende Landstraße vor.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Lediglich die Anschlüsse zum Radefelder Gewerbegebiet Tannewald und zur Landstraße zwischen Lemsel und Leipzig-Wiederitzsch fehlen noch. Und natürlich braucht man für eine solche Fahrt schon ein geländegängigeres Gefährt, denn auch eine Asphaltdecke auf der jetzt nahezu kompletten Schotterpiste fehlt noch. Dass man beim Projekt bereits so weit ist, daran ist nicht unwesentlich der milde Winter "Schuld". Eine längere Winterpause musste quasi nicht stattfinden.

Das Straßenbauprojekt wird durch die Stadt Schkeuditz, die Gemeinde Rackwitz und den Landkreis Nordsachsen realisiert. Schkeuditz hat dabei die Planung dieses Gemeinschaftsprojektes übernommen, alle Genehmigungen und auch Fördergeld für das Projekt erhalten. Seit Oktober letzten Jahres wird an der Straße gebaut (die LVZ berichtete).

"Mit dem Bau der 'Südumfahrung' werden 30 000 Quadratmeter Fläche versiegelt", antwortete Schkeuditz' Stadtsprecher Helge Fischer auf entsprechende Anfrage. Auf rund 57 000 Quadratmetern werden als Ausgleich Büsche, Sträucher und Grünflächen angelegt und etwa 1300 Quadratmeter alte Wege aufgebrochen, informierte Fischer weiter. "Die Bepflanzung erfolgt als Straßenbegleitgrün und im Bereich Rackwitz in Form einer Ausgleichsfläche", erläuterte der Schkeuditzer Sprecher. Im Rahmen der Flurneuordnung Schladitz seien die notwendigen Flächen für die Maßnahme bereitgestellt worden.

Obwohl das Plangenehmigungsverfahren für die Straße abgeschlossen ist, gebe es durchaus noch Interessenten, die sich die Unterlagen zum Straßenbau anschauen würden. Dies sei nach wie vor auch möglich. Doch auch im Planungsprozess habe es die Öffentlichkeitsbeteiligung gegeben. "Das Genehmigungsverfahren ist Gegenstand des öffentlichen Verfahrens gewesen. Die Planungen wurden öffentlich in der Stadt Schkeuditz und der Gemeinde Rackwitz vorgestellt und in öffentlichen Sitzungen mit den Stadt-, Ortschafts- und Gemeinderäten besprochen und deren Zustimmung eingeholt", erklärte Fischer.

Speziell zum Grünausgleich informierte der Sprecher, dass "im grünordnerischen Begleitplan des Plangenehmigungsverfahrens geregelt wird, wie der erfolgt". Die dazu gehörende Ausführungsplanung, in der die genaue Lage und Art für die Durchführung des Ausgleichs geregelt ist, lag bisher aber noch nicht vor. Zum Ende des vorigen Monats sei dieser erwartet worden, sodass dann mit den Bepflanzungen begonnen werden kann.

Die etwa vier Kilometer lange neue Straße kostet zirka 3,7 Millionen Euro und soll Ende dieses Jahres fertig sein. Mit rund drei Millionen Euro wird das Projekt gefördert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2015
Kasel, Beatrice

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