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Für Wehren wird Geld knapper

Für Wehren wird Geld knapper

Es waren klare Worte, die am Freitagabend auf der Feuerwehrjahreshauptversammlung fielen. Schkeuditz’ Stadtwehrleiter Uwe Müller sprach die kritisch werdende Entwicklung bei der Nachwuchsgewinnung an.

Schkeuditz. Und Landratsamt-Dezernentin Angelika Stoye trat auf die Euphorie-Bremse, was die Hoffnungen auf Fördermittel 2011 angeht. Doch es gab auch viel Lob und Anerkennung für das von den Kameraden Geleistete.

„Es fehlt der Nachwuchs im städtischen Bereich. In zehn Jahren sind wir überaltert“, warnte Müller im Kulturhaus Sonne. Noch viel mehr müssten bei Einstellungen sowohl im stadteigenen Technischen Service als auch in Betrieben der Region junge Menschen berücksichtigt werden, die sich für den Dienst in der Feuerwehr bereiterklärten. Müller habe bereits im Vorjahr angeregt, dass Bund und Land jene Arbeitgeber unterstützen, die ortsansässige Feuerwehrleute einstellen und bei Bedarf freistellen. „Passiert ist Nichts!“, rief Müller in den vollen Saal. Gleichwohl dankte er den Firmen, die jetzt schon die Wehr unterstützen. Zudem erwähnte er dankend die Unterstützung seitens der Stadträte und des Landratsamtes sowie die gute Zusammenarbeit mit der Flughafenwehr.

Nicht nur rund 140 blau uniformierte Frauen und Männern aus Schkeuditz und den Ortsteilen hörten aufmerksam zu. Müllers eindringliche Worte erreichten auch die Gäste vom Feuerwehrkreisverband, aus dem Landratsamt, von Polizei und Flughafenwehr, die Stadträte, Ortsvorsteher und Vertreter der Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) an der Spitze. Wie dringend nötig eine schlagkräftige Wehr ist, skizzierte der 50-Jährige so: „Was alles tagtäglich über unsere zwei Autobahnen, auf Bundesstraßen und Bahnlinien an Gefahrgut durch unsere Stadt oder an ihr vorbei rollt, ist ein enormes Gefahrenpotential. Das gilt ebenso für den Luftverkehr.“

Die sechs aktiven Wehren wurden voriges Jahr 198-mal zu Einsätzen gerufen, 320 Stunden ehrenamtliche Einsatzzeit der insgesamt 144 Mitglieder kamen dabei zusammen. Der Löwenanteil entfiel auf Schkeuditz (60 Einsätze). Es folgen Dölzig (12), Radefeld (21), Wolteritz (7) und Glesien (5). Neben den Brandeinsätzen waren die Kameraden nicht zuletzt bei Unfällen und im Kampf gegen Witterungsunbilden, wie zuletzt das Hochwasser, gefordert. Ohne Einsätze blieb allein Gerbisdorf. Doch bei Aus- und Weiterbildungen hatten auch diese Kameraden zahlreiche ehrenamtliche Stunden zu leisten.

Ob Enke, Stoye oder Peter Schwenkner vom Kreisfeuerwehrverband – alle wertschätzten und lobten die große Einsatzbereitschaft der Kameraden. „Dennoch muss ich einen Wermutstropfen austeilen und mit Blick auf die beantragten Fördermittel die Euphorie dämpfen. Statt wie voriges Jahr 3,5 Millionen Euro haben wir dieses Jahr nur 1,1 Millionen Euro für die 182 Feuerwehren in Nordsachsen zur Verfügung“, sagte Stoye. Doch dass im Vorjahr fast 600 000 Euro allein für die Schkeuditzer Wehren flossen, zeige, dass der Landkreis wisse, was er an ihnen hat.

Vor dem gemütlichen Teil des Abends wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Kameraden mit einer Schweigeminute des kürzlich verstorbenen Delitzscher Kreisverbandschefs Erhard Schüritz gedacht.

Olaf Barth

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