Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Gedenken an Altscherbitzer NS-Opfer
Region Schkeuditz Gedenken an Altscherbitzer NS-Opfer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 12.06.2010
Anzeige
Schkeuditz

Dafür hatte die Landschaftsarchitektin Cathleen Einenkel-Schwager zwei Entwürfe erarbeitet (LVZ berichtete).

Im ersten Entwurf, der „Die wiedergefundene Identität“ benannt ist, werden die 2060 Opfer, die auf diesem Friedhof bestattet sind, unter Verwendung der vorhandenen Grabsteine postum als eigenständige Individuen gewürdigt, heißt es in der Beschreibung der Gestalterin. In der zweiten Variante, in der der „Der Mantel des Schweigens“ gelüftet werden soll, geht es um einen würdigen Umgang mit den Betroffenen und der Geschichte.

Bei dem zweiten Entwurf, der nach vorliegenden Informationen der LVZ der favorisierte ist, liegen die vorhandenen Grab-Nummernsteine unter einem metallenen, gewellten Mantel. Auf diesem sollen die Namen der Opfer eingraviert sein. Als Standort des Mahnmals wird eine Fläche westlich des Hauptweges in der Nähe des Friedhofseingangs ins Auge gefasst.

Nun muss der Verband der Kriegsgräberfürsorge in die Beantragung von Fördermitteln mit einbezogen werden. Der Grundstückeigentümer soll ebenfalls um seine Zustimmung für die Errichtung des Mahnmals gebeten werden. Bevor das Vorhaben der Stadt im Stadtrat beschlossen werden soll, muss es den Kultur- und Sozialausschuss und den Verwaltungsausschuss passieren.

Ohne Namen erfolgte die Bestattung der Toten auf dem Anstaltsfriedhof. Zur Kennzeichnung der Gräber dienten Nummernsteine aus gebranntem Ton, die derzeit in der Festhalle lagern. Nach Ablauf des Liegerechts wurden die noch vorhandenen Grabhügel Ende der 1960er-Jahre eingeebnet und die Nummernsteine abgeräumt und später gar als Wegbegrenzung verwendet.

@ www.einenkel-la.de

Roland Heinrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dölzig. Weil Gras und Unkraut schneller wachsen, als die Öffentliche Hand mit dem Rasenmäher hinterherkommt, mehrt sich die Kritik an der Art und Weise der Grünflächenpflege.

12.06.2010

Seit mehr als einem halben Jahr scheint der Schkeuditzer FDP-Abgeordnete Carsten Pommer wie vom Erdboden verschluckt. Weder für Parteifreunde noch für Rathausmitarbeiter ist er zu sprechen.

11.06.2010

Schon vor drei Wochen sollten die Schafe der zwei Herden der Gundorfer Agrargemeinschaft geschoren werden. Das kalte und nasse Wetter verhinderte dies. Jetzt dürfen die zotteligen Blöker jedoch ihre Wintermäntel ausziehen.

10.06.2010
Anzeige