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Gedenken an Altscherbitzer NS-Opfer

Gedenken an Altscherbitzer NS-Opfer

Die Stadt Schkeuditz beabsichtigt die Errichtung einer Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Euthanasie in der Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz auf dem Altscherbitzer Friedhof.

Schkeuditz. Dafür hatte die Landschaftsarchitektin Cathleen Einenkel-Schwager zwei Entwürfe erarbeitet (LVZ berichtete).

Im ersten Entwurf, der „Die wiedergefundene Identität“ benannt ist, werden die 2060 Opfer, die auf diesem Friedhof bestattet sind, unter Verwendung der vorhandenen Grabsteine postum als eigenständige Individuen gewürdigt, heißt es in der Beschreibung der Gestalterin. In der zweiten Variante, in der der „Der Mantel des Schweigens“ gelüftet werden soll, geht es um einen würdigen Umgang mit den Betroffenen und der Geschichte.

Bei dem zweiten Entwurf, der nach vorliegenden Informationen der LVZ der favorisierte ist, liegen die vorhandenen Grab-Nummernsteine unter einem metallenen, gewellten Mantel. Auf diesem sollen die Namen der Opfer eingraviert sein. Als Standort des Mahnmals wird eine Fläche westlich des Hauptweges in der Nähe des Friedhofseingangs ins Auge gefasst.

Nun muss der Verband der Kriegsgräberfürsorge in die Beantragung von Fördermitteln mit einbezogen werden. Der Grundstückeigentümer soll ebenfalls um seine Zustimmung für die Errichtung des Mahnmals gebeten werden. Bevor das Vorhaben der Stadt im Stadtrat beschlossen werden soll, muss es den Kultur- und Sozialausschuss und den Verwaltungsausschuss passieren.

Ohne Namen erfolgte die Bestattung der Toten auf dem Anstaltsfriedhof. Zur Kennzeichnung der Gräber dienten Nummernsteine aus gebranntem Ton, die derzeit in der Festhalle lagern. Nach Ablauf des Liegerechts wurden die noch vorhandenen Grabhügel Ende der 1960er-Jahre eingeebnet und die Nummernsteine abgeräumt und später gar als Wegbegrenzung verwendet.

@ www.einenkel-la.de

Roland Heinrich

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