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Schkeuditz Gedenken im Landwehr-Verein geht weiter
Region Schkeuditz Gedenken im Landwehr-Verein geht weiter
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15:20 19.05.2015
Mitglieder des Schkeuditzer Traditionsvereins Schlesische Landwehr 1813 gedenken auf dem alten Friedhof mit einer kleinen Zeremonie jener 175 hier begrabenen Soldaten, die bei der Völkerschlacht ihr Leben ließen. Quelle: Michael Kühne

"Die meisten starben infolge ihrer Verletzungen an Wundbrand, Infektionen und Fieber. Für diese Gefallenen wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Gedenkstein errichtet, welcher an das unglaubliche Leid erinnern und mahnen soll", sagte Vereinschef Sven Ehrt-Leisz.

Mit seinen Mitstreitern hatte er unlängst im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 200. Jahrestag der Schlacht den Gefallenen ehrende Worte, Blumen und eine Minute der Andacht gewidmet. Um 1813 herum lag das Corps des preußischen Generalfeldmarschalls Yorck mit einem Teil der Schlesischen Landwehr in Schkeuditz. "Während der Schlacht kamen Verletzte in Lazarette, notdürftig eingerichtete Wohnhäuser, Scheunen oder Ställe. Die Versorgung der Wunden war sehr dürftig und die hygienischen Bedingungen eines Menschen nicht würdig. Hier in Schkeuditz wurde fast die gesamte Leipziger Straße bis hin zum Alten Friedhof als Versehrtenlager genutzt", erinnerte Ehrt-Leisz an das einstige Geschehen.

Dass der Verein dieses Jahr sein 25-Jähriges Bestehen feiert, geht da nahezu unter. Vielmehr wird bereits an ein anderes Datum gedacht. "Die Silvesternacht verbringen wir in Kaub am Rhein, denn dort ist in jener Nacht vor 200 Jahren die Schlesische Armee übergesetzt, um Napoleons Truppen weiter verfolgen zu können. Auch hier wird es eine Gedenkveranstaltung geben", blickte Ehrt-Leisz schon mal voraus. Insgesamt habe der im Stadtmuseum beheimatete Verein bereits an mehr als 150 internationalen Veranstaltungen mit historischem Hintergrund teilgenommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.11.2013

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