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Geht es auch billiger?

Geht es auch billiger?

Die 17. Sitzung des Technischen Ausschusses (TA) in Schkeuditz stand am Dienstagabend im Schatten der am 17. September verkündeten Haushaltssperre. Und so wurde eine Beschlussvorlage, die die Auftragsvergabe zur Gestaltung der Außenflächen am Stadtmuseum Schkeuditz beinhaltete, in der Entscheidung auf die am 21. Oktober stattfindende Stadtratssitzung vertagt.

Schkeuditz. Aus den Besucherreihen erklärt Stadtsprecher Helge Fischer noch einmal, welche Bauleistungen am Stadtmuseum erfolgen sollen. Diese Erklärung der Vorhaben, die schon am 17. August dem TA vorgestellt wurde, hielt Fischer für nötig. Stadtrat Manfred Putzke (CDU) hatte zuvor einen Antrag gestellt, den entsprechenden Vergabebeschluss von der Tagesordnung zu nehmen. „105 000 Euro für Pflasterarbeiten halte ich für zu viel“, begründete er gestern seinen Antrag. Dieser wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.

Die Pflasterarbeiten seien eine Auflage des Denkmalschutzes. Eine Begrünung soll nur in Minimalform erfolgen, erläuterte Renate Steinwand vom Bau- und Schulamt. Zudem müsse das Gelände strukturiert werden. Eine beschränkte Ausschreibung an sechs Fachfirmen erfolgte am 10. August und es sei der wirtschaftlichste Bieter ausgewählt worden, erklärt sie weiter. Dennoch zeigte sich der Sparwillen der Stadträte und Ausschussmitglieder. Einblicke in das Leistungsverzeichnis müssten genommen werden, fordert Putzke. Es müsse mit den Fachfirmen in Kontakt getreten werden, ob es billigere Varianten gebe, fordert Lothar Böttcher (FWD). Ähnliche Vorschläge zur Prüfung, wo eingespart werden kann, kamen von Reiner Ehnert (Die Linke) oder Uwe Werner (CDU). Schließlich ergriff Oberbürgermeister Enke die Initiative und nahm die Beschlussvorlage selbst von der Tagesordnung. „Dann ist es wie vor hundert Jahren: Der Stadtrat entschied damals kräftig mit“, kommentierte Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) die kontroverse Debatte und wies darauf hin, dass es sich um ein laufendes Projekt handele und dass Vertragsstrafen bei Verzögerungen folgen können. Diese Gefahr besteht bei der Auftragsvergabe für die Freiflächengestaltung am Museum aber nicht, da erst am 25. Oktober die Vergabe erfolgen soll. Schließlich einigte sich der Ausschuss, nach erwähnter Prüfung erst in der nächsten Stadtratssitzung über die Auftragsvergabe zu beschließen.

Ähnliche Sparvorhaben zeigte der Stadtrat bei der Beschlussvorlage, Elektroarbeiten an der Thomas-Müntzer-Grundschule zu vergeben. „Die Firma soll keine goldenen Lichtschalter einbauen“, weist Bürgermeister Manfred Heumos (CDU) darauf hin, dass es sich bei dem Auftrag um Standardausstattungen handele, die zudem vorgegeben seien. Auch drängt er hier auf Eile. „Wir müssen noch in diesem Jahr beim Förderer abrechnen“, betont er den schon jetzt existierenden Zeitdruck. Zu 80 Prozent wird der Schulneubau vom Freistaat gefördert und es sei in diesem Umfang auf unbestimmte Zeit wohl auch das Letzte, vermutet Heumos. Der TA beschloss, diesen Auftrag an eine Schkeuditzer Firma zu vergeben.

Einen Hinweis gab Oberbürgermeister Enke dann noch: Beim Rathaus II könne wegen noch nicht laufender Verfahren noch kräftig auf Einsparmöglichkeiten geprüft werden. Der TA registrierte dies kommentarlos.

Roland Heinrich

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