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Gelebtes Europa - Schkeuditz und Villefranche-sur-Saône feiern 15-jährige Städtepartnerschaft

Gelebtes Europa - Schkeuditz und Villefranche-sur-Saône feiern 15-jährige Städtepartnerschaft

Die Partnerschaft der Stadt Schkeuditz mit Villefranche-sur-Saône in Frankreich, Oslavany in der Tschechei, mit Bühl in Baden-Württemberg und freundschaftliche Verbindungen unter anderem nach Kalarasch in Moldawien und nach Mattsee in Österreich sind ein gelebtes Europa.

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Sophie Lutz aus Villefranche schreibt sich ins "Goldene Buch" der Stadt ein.

Quelle: Julia Tonne

Schkeuditz. Am Sonnabend feierten Villefranche und Schkeuditz ihr 15-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft.

"Dabei war Villefranche anfangs gar nicht so begeistert, mit einer zweiten deutschen Stadt nach Bühl eine Partnerschaft einzugehen", erinnerte Peter Blechschmidt, früherer Bürgermeister der Flughafenstadt, bei der Feierstunde im Rathaus. "Aber Schkeuditz konnte das Herz von Villefranche erwärmen", freute er sich. Denn in gewisser Weise sei Schkeuditz die Zwillingsschwester von Bühl. "Und wenn man eine heiratet, muss man die andere mit ehelichen." Doch bis zur endgültigen Partnerschaft vergingen etliche Jahre der Verlobung.

Bereits 1966 verbrachten Kinder aus Lyon und Villefranche ihre Ferienfreizeiten hier in Schkeuditz, drei Jahre, nachdem der Elysée-Vertrag von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterzeichnet worden war. "Gegenbesuche waren aber leider jahrzehntelang nicht möglich", betonte Schkeuditz` Oberbürgermeister Jörg Enke. Dennoch habe es während der ganzen Zeit immer Menschen gegeben, die sich um freundschaftliche Verbindungen nach Frankreich gekümmert hätten, lobte er. Zum Freundschaftsvertrag kam es dann 1978. 20 Jahre später, am 3. Oktober 1998, unterzeichneten Blechschmidt und sein damaliger französischer Amtskollege Jean-Jacques Pignard den Partnerschaftsvertrag.

Warum ausgerechnet Schkeuditz ausgewählt wurde, weiß der heutige Bürgermeister von Villefranche, Bernard Perrut, bis heute nicht. "Doch ich weiß, dass es eine gute Wahl war", ließ er über die erste Beigeordnete der Stadt, Sophie Lutz, ausrichten. Perrut konnte selbst an der Feier nicht teilnehmen. Dass die Partnerschaft so gut funktioniert, läge für ihn daran, dass sich beide Städte sehr ähnlich seien. Beide profitierten von der unmittelbaren Nähe zu einer großen Stadt - im Falle von Schkeuditz: Leipzig und für Villefranche ist es Lyon - und dennoch konnten beide ihre eigenen Identitäten bewahren.

Ilka Stascheit-Deml, Vorsitzende des Freundeskreises Schkeuditz-Villefranche, stellte einen Grund in den Mittelpunkt, weshalb die Freundschaft so eng wurde und schließlich im Partnerschaftsvertrag gipfelte: "Die enge Verbindung lebt durch das Engagement der Bewohner", mittlerweile habe der Verein, der nächstes Jahr 20 Jahre alt wird, mehr als 50 Mitglieder. Zahlreiche Besuche wurden von Vereinen, aber auch von etlichen Privatleuten organisiert.

Als Gratulanten waren auch Ilie Rau, Rayons-Präsident der Region Kalarasch, und Nicolai Melnic, Bürgermeister der moldawischen Stadt Kalarasch, angereist. Sie brachten 15 Jahre alten Cognac aus der Region mit und freuten sich, "dass wir zum ersten Mal in Schkeuditz sein dürfen", so Rau. Und Melnic ergänzte: "Wir möchten die Beziehungen zum westlichen Europa noch weiter ausbauen."

Dass die Partnerschaften und die freundschaftlichen Beziehungen auf solidem Fundament stehen, resultiert für Enke vor allem daraus, dass es einen regen Austausch zwischen den Städten gebe. Villefranche wolle in Kalarasch ein Computerkabinett einrichten, Schkeuditz und Bühl unterstützen das Vorhaben finanziell. "Die Sprache ist der Schlüssel zur Freundschaft", so Enke, und die Freundschaft sei die Grundlage für "das Haus Europa".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.10.2013

Julia Tonne

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