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Schkeuditz Geschäftsfrau schließt in Glesien ihren Laden
Region Schkeuditz Geschäftsfrau schließt in Glesien ihren Laden
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15:47 23.12.2016
Kinder aus der „Kunterbunten Villa“ verabschieden die Glesiener Händlerin Marlies Braunsdorf. Sie geht in den Ruhestand und nimmt dankend das von den Kindern gestaltete Bild „Vier Jahreszeiten“ entgegen. Nach 26 Jahren schließt das Geschäft. Quelle: Foto: Michael Strohmeyer
Glesien

Es ist gerade mal gut 13 Monate her, da gratulierten 40 Kinder aus dem Awo-Kindergarten „Kunterbunte Villa“ der Glesiener Einzelhandelskauffrau Marlies Braunsdorf zum 25-jährigen Geschäftsjubiläum. Was inklusive der Jubilarin damals noch keiner ahnte: Ende dieses Jahres ist Schluss.

„Der Entschluss ist erst in diesem Jahr gereift. Ich bekomme jetzt Rente, stand die letzten dreieinhalb Jahre durchgehend jeden Tag außer sonntags allein im Laden und gönnte mir nur eine Woche Urlaub im Jahr. Jetzt möchte ich doch etwas mehr Ruhe und Zeit für mich und meine Familie haben“ begründete gestern die 65-Jährige ihren Ausstieg aus dem Händlerleben. Das Gewerbe habe sie zum Jahresende abgemeldet.

Und so ist nach mehr als einem Vierteljahrhundert der Anzeigenannahme-, Lotto-, Spiel- und Schreibwaren- sowie Geschenkeladen in der Erst-Thälmann-Straße 19 bald unwiederbringliche Geschichte. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dafür irgendwoanders ein Geschäft in Glesien aufmacht. Besonders die älteren Bewohner sind natürlich traurig“, sagte die Händlerin. Von ihren vielen Kunden habe sie sich bereits verabschiedet, auch mittels einer Annonce.

Braunsdorfs jahrelange Unterstützung werden besonders auch Kinder, Eltern und Erzieher der „Kunterbunten Villa“ vermissen. Doch die Kinder ließen es sich nicht nehmen, mit ihren Betreuern persönlich „Danke“ zu sagen und die Geschäftsfrau mit einem Abschiedsgeschenk zu überraschen. Von Kindern überreicht wurde ein in allen Gruppen selbstgebasteltes Bild zum Thema „Vier Jahreszeiten“. Es soll symbolisieren, dass Marlies Braunsdorf jeden Tag und in jeder Jahreszeit ihr Geschäft auch für alle kleinen Kunden geöffnet hatte.

Die Leiterin des Kindergartens, Marion Kränkel, sowie Ronny Brömme und Nadine Tischler vom Elternbeirat dankten der Händlerin im Namen der Kinder und Eltern. „Sie hatten immer ein Herz für Kinder. Egal ob es sich um Wunschzettel für Weihnachten oder um Einkäufe für unsere Einrichtung handelte, Sie haben immer alles auch kurzfristig möglich gemacht“, sagte Kränkel. Sie bedauere sehr, dass mit dieser Verkaufseinrichtung Glesien nicht nur die Poststelle, sondern auch einen Treffpunkt für die Glesiener verliere, das sei sehr schade.

Mit zwei Liedern verabschiedeten sich die Kinder wieder. Zuvor hatte auch Ortsvorsteherin Ute Mähnert der engagierten Glesienerin gedankt und ihr für die weitere Zukunft alles Gute sowie viel mehr Zeit für ihr sechsjähriges Enkelkind und ihren Mann Lothar gewünscht. „Vielleicht haben wir jetzt ja mehr Zeit zum Reisen“, sagte Marlies Braunsdorf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn leicht ist ihr der Entschluss, das Geschäft zu schließen, nicht gefallen. Aber: „Alles hat mal ein Ende.“

Von Michael Strohmeyer und Olaf Barth

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