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Schkeuditz Gestörtes Vetrauensverhältnis: Schkeuditzer Bürgermeister Manfred Heumos (CDU) tritt zurück
Region Schkeuditz Gestörtes Vetrauensverhältnis: Schkeuditzer Bürgermeister Manfred Heumos (CDU) tritt zurück
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10:18 25.08.2010
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Schkeuditz

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Auf Nachfrage begründete der 57-Jährige seinen Schritt damit, dass im Zusammenhang mit der letzten Oberbürgermeisterwahl das Vertrauensverhältnis zu Jörg Enke getrübt sei. "Ich ziehe daraus die Konsequenz und trete nach 20 Dienstjahren vorzeitig meinen Ruhestand an." Getrübt sei das Vertrauensverhältnis aus folgendem Grund: Enke habe ihn 2008 bei der Beigeordnetenwahl unterstützt und im Gegenzug erwartet, dass er dafür Unterstützung bei der Oberbürgermeisterwahl 2010 erhalte. "Das hatte ich ihm zugesagt und er hatte sich darauf verlassen. Aber wie zu erwarten, stellte die CDU als große Volkspartei einen eigenen Kandidaten auf. Ich konnte Jörg Enke dann nicht unterstützen, ich bin Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes. Allein schon unsere Landessatzung sieht vor, dass Mitglieder eigene Kandidaten zu unterstützen haben. Aber ich habe Herrn Enke zugesagt, mich völlig neutral zu verhalten. Und daran hielt ich mich", erläuterte Heumos das Geschehen.

Enke ergänzte die Aussage mit der Feststellung, dass CDU-Fraktionschef Ralf Giesecke ihm sogar zugesagt habe, dass die CDU bei der Oberbürgermeisterwahl auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten verzichte. "Es wurde bewusst taktiert, um mich in die Irre zu führen. Herr Heumos hatte schon vor mir gewusst, dass es einen CDU-Kandidaten gibt", sagte Enke und setzte fort: "Vor der Entscheidung von Manfred Heumos ziehe ich den Hut. Er übernimmt damit Verantwortung für etwas, was er aus meiner Sicht nicht zu verantworten hat." Heumos erklärte, dass er von einer Absprache, dass die CDU keinen Kandidaten aufstellen werde, nichts gewusst habe.

Fraktionschef Ralf Giesecke bestritt gestern auf LVZ-Nachfrage, dass es eine solche Absprache zwischen ihm und Enke je gegeben hat. "Es ist doch klar, dass die CDU als große Volkspartei einen eigenen Kandidaten aufstellt. Hätten wir es nicht getan, hätte man uns einen von außen aufgestellt." Auch Enkes Unterstützung für Heumos 2008 stellt Giesecke anders dar: "Enke zog seinen Kandidaten zurück, weil er ihn gegen die mehrheitlichen Stimmen von CDU, FDP und Linken nicht durchgebracht hätte. Als sich das abzeichnete, unterstützte er auch Manfred Heumos."

Olaf Barth

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