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Schkeuditz Glesiener Chor belebt die Arion-Tradition
Region Schkeuditz Glesiener Chor belebt die Arion-Tradition
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11:21 23.08.2016
Dietmar Gabriel hält die Tradition der Arion-Chöre hoch. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Glesien

Der Gemischte Chor Glesien will jetzt verstärkt eine alte Tradition wieder neu aufleben lassen. Das ursprünglich als Frauenchor 1971 in Glesien gegründete Ensemble knüpft an die Geschichte der Arioner an, die es als Gesangsvereine und singende Studentenverbindungen seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt. Spürbar wird das bereits beim 5. Glesiener Weinfest am 27. August, das zugleich das 1. Arioner Chortreffen sein wird.

Seit 2014 nennt sich das Ensemble mit seinen 35 Sängerinnen und Sängern „Chor Arion Glesien“. Ausgangspunkt war die Entdeckung und Restaurierung einer Traditionsfahne der 1867 in Glesien gegründeten Arion-.Sängerschaft (die LVZ berichtete). Daran möchte das Ensemble nun über die Namensgebung hinaus anknüpfen. „Wir wollen unsere Weinfeste künftig als Treffen von Arion-Chören und Arion-Verbindungen profilieren. Wir schätzen die Tradition dieser ab 1849 entstandenen Vereine sehr hoch ein“, erklärte Dietmar Gabriel bei einem Gespräch mit der LVZ. Der 69-Jährige ist mitsingender Vorstandsvorsitzender des Glesiener Chores. Das damals weit verbreitete „Deutschnationale“ in den Vereinigungen soll allerdings nicht wiederbelebt werden, versichert Gabriel. Es gehe um den Gesang und um das überlieferte Liedgut.

So werden bei dem Weinfest, das um 16 Uhr mit einem Festkonzert in der Glesiener Kirche beginnt, Vertreter verschiedener Arion-Ensembles dabei sein: die Arion-Singers Waldkirch aus dem Breisgau in Baden-Württemberg, der Arion Chor Wittenberge aus Brandenburg, der Männergesangsverein Arion Gießen aus Kleinlinden in Hessen, die Sängerschaft Arion Altpreußen aus dem niedersächsischen Göttingen sowie der Delitzscher Männerchor Schulze-Delitzsch „Arion 1885“. Auch der Chor der Schkeuditzer „Art Kapella“ ist dabei. Nach dem Konzert geht es bei einem gemeinsamen Umzug durch Glesien zum Ort des Weinfestes auf den Hof des Chor-Förderers Hans-Joachim Judel in der Ernst-Thälmann-Straße 27. Angeführt wird der Umzug von der Blaskapelle aus Brandis. Um 18 Uhr erfolgt dann die offizielle Eröffnung des Weinfestes und der Beginn des offenen Singens bei Speis’ und Trank. Eingeladen sind alle, die Freude an Chormusik haben.

„Die Delitzscher, die wie wir ebenfalls ihre kostbare Traditionsfahne mitbringen, singen bereits aus dem alten Gesangsbuch der Arioner, wir noch nicht. Aber auch wir wollen künftig unser Repertoire entsprechend darauf aufbauen“, sagt Gabriel. Man habe sich im Vorstand mit den Traditionen, Werten und Normen der Arioner auseinandergesetzt und könne sich mit den vier Säulen der Arioner Sängerschaft identifizieren: Chorgesang, Geselligkeit, Freundschaft und Toleranz.

Erwähnenswert sind auch zwei weitere Fakten: Zum einen singt mit Helga Rebner seit rund einem Vierteljahr auch wieder eine Glesienerin im Glesiener Chor mit. Und zum anderen feiert Thomas Holfeld sein 15-jähriges Jubiläum als Chorleiter. Da dürfte sicher die eine oder andere Überraschung auf ihn warten.

Von Olaf Barth

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