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Glesiener Jugend hat nun eigenes Domizil

Glesiener Jugend hat nun eigenes Domizil

Nach fast einem Jahr hat die Glesiener Jugend wieder ein eigenes Domizil. Der Containerbau, der jetzt als Jugendclub fungieren soll, wurde in Besitz genommen. Jetzt gehen die jungen Leute an dessen Einrichtung.

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Die Jugendlichen Glesiens haben ihre neue Unterkunft in Besitz genommen. Immer mittwochs und freitags ist der Club geöffnet.

Quelle: Roland Heinrich

Glesien. Der Container steht und sämtliche Medien sind angeschlossen. Einen großen Gemeinschaftsraum, einen Küchen- und einen Toilettentrakt beinhaltet der neue Glesiener Jugendclub, der unlängst in Besitz genommen werden konnte. Zuvor hatte es einige Diskussionen zu Standort und Ausstattung im Glesiener Ortschaftsrat gegeben.„Wir sind froh, endlich ein eigenes Domizil für die Jugendlichen zu haben“, sagt Pierre Kuschel, der hier jeweils mittwochs und freitags etwa 20 Jugendliche betreut. Zuvor waren die Zehn- bis 16-Jährigen – dies ist die Altersbeschränkung – im Speisesaal im Hortgebäude untergebracht. „Hier fühlten wir uns immer als Gast“, beschreibt Kuschel die Gefühle der Jugendlichen. Jetzt sei die neue Unterkunft an den beiden Tagen von 16 bis 19 Uhr geöffnet, sagt er. Hier wolle man später über weitergehende Öffnungszeiten nachdenken.Zunächst war vorgesehen, den 72 Quadratmeter großen Container ohne Wasseranschluss südlich der Turnhalle aufzustellen. Mit Verweis auf die höheren Kosten war in dem Containerbau kein Küchen- oder Toilettentrakt vorgesehen. Ein weiterer Vorschlag, den Neubau westlich der Turnhalle zu platzieren, konnte nicht umgesetzt werden, da eine dort befindliche Kläranlage dies verhinderte. Auf den Wasseranschluss bestand aber der Glesiener Rat und setzte sich durch. Die Begründung, eine Küche zu integrieren, lieferte das Konzept des Trägervereins Caritas Halle.Insgesamt koste die neue Herberge etwa 25500 Euro, sagt Bürgermeister Manfred Heumos (CDU). Dabei schlage der Container, der jetzt erst mal zwei Jahre an seinem Standort bleiben soll, für diese Zeit mit 18500 Euro Miete zu Buche. „Die Erschließung und zusätzlich planerische Leistungen haben 7000 Euro gekostet“, weiß Heumos.Nun käme es darauf an, wie die Jugendlichen den Club annehmen, um weitergehende Vorhaben in Betracht zu ziehen. So kann sich Heumos vorstellen, nachdem die Glesiener an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen wurden, den Container an der Westseite der Turnhalle aufzustellen. „Die dort befindliche Kläranlage fällt ja dann weg“, verweist Heumos auf die Möglichkeit, dann noch einen kleinen Garten zur Verfügung stellen zu können. Mit Hinweis auf vorangegangene Tage, an denen es immer wieder Ärger mit der Ortsjugend gab, müsse sich jetzt erst mal die Jugend beweisen.Diese ist nun mit der Ausstattung des Domizils beschäftigt. Schon beim Kauf der Einrichtung – hier gab die Stadt 2000 Euro dazu – seien die Jugendlichen einbezogen worden. „Wir haben einen Ausflug nach Günthersdorf gemacht“, schmunzelt Kuschel. Die Couch-Ecke sei von Eltern gespendet worden. „Nägel dürfen wir nicht in die Wände schlagen und bohren können wir auch nicht“, bedauert Streetworker Andreas Pohle und will mit der Hilfe der Jugendlichen den Club verschönern.

Roland Heinrich

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