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Schkeuditz Glesiener Kirche braucht neuen Putz
Region Schkeuditz Glesiener Kirche braucht neuen Putz
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08:00 23.12.2009
Risse und herausgefallene Mauersteine zeugen vom Zustand der Fassade. Pfarrer Oliver Behre, Lothar Braunsdorf, Ute Mähnert und Gemeindepädagoge Paul Krause (von links) vom Gemeindekirchenrat Glesien bitten jetzt um Spenden für Sanierung. Quelle: Roland Heinrich
Glesien

Johannis benötigt. „Vor etwa 150 Jahren ist die letzte Fassadensanierung erfolgt“, schätzt Pfarrer Oliver Behre und weist auf die Notwendigkeit der überfälligen Putzarbeiten hin. „Wir müssen sammeln, da Fördermöglichkeiten, die jetzt gegeben sind, in vier bis fünf Jahren vielleicht nicht mehr existieren“, glaubt er wegen der eventuellen Auswirkungen der Wirtschaftskrise.„Der Förderantrag ist in Arbeit und soll im Januar übergeben werde“, sagt Ute Mähnert. Wie bei jeder Förderung sei aber auch hier ein Eigenkapital zu erbringen beziehungsweise idealerweise schon bei Antrag nachzuweisen. Dafür fehlen noch etwa 45000 Euro – etwa genauso viel, wie schon gesammelt wurden. Erst im Oktober sind bei einer Oldtimer-Versteigerung 1800 Euro für den Außenputz zusammengekommen (LVZ berichtete). Im Jahr 2012 soll die Fassadensanierung dann stattfinden. Planerisch – und hier zeichnet Mähnert verantwortlich – seien die Vorhaben mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Ob von der Behörde allerdings auch finanzielle Unterstützung zu erwarten ist, sei offen.„Im Januar werden wir Gespräche mit der Stadt Schkeuditz führen“, ergänzt Lothar Braunsdorf, ebenfalls im Gemeindekirchenrat. Vermehrt kämen Anfragen der Glesiener, in der Kirche Beerdigungszeremonien durchzuführen. Somit hätten die Einwohner auch etwas von der Sanierung der Kirche. Einmal abgesehen von dem Ortsbild und der historischen und touristischen Bedeutung der Kirche. „Etwa 850 Jahre alt ist die Kirche“, sagt Behre. Die romanischen Mauern des Schiffes und des Turmes deuten auf das 13. Jahrhundert als Entstehungszeitraum. Altarraum und Seitenflügel stammen aus den Jahren um 1519. Eine Tafel an der Fassade weist eine umfangreichere Sanierung vermutlich der Fassade aus. „Erneuert 1856 durch einen Freund der Kirche“ ist auf der Tafel zu lesen. Genau solche Freunde sind jetzt auch wieder nötig. „Wir haben schon viel erreicht. Die Dachsanierung, die des Turmes oder der Fenster“, erwähnt Behre. Dabei sei auch von den Glesienern immer wieder gespendet worden, ist Behre dankbar und nennt es ein „Wunder Gottes“, dass dies alles geschafft wurde.„Für diese Region und einen so kleinen Ort ist die Kirche enorm groß“, sagt Behre. Dafür sei aber eben auch ein größerer finanzieller Aufwand zu betreiben, ergänzt Mähnert und hofft auf weiteres Engagement der Glesiener für ihre Kirche.

Roland Heinrich

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