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Glesiener Trafoturm soll saniert werden

Förderantrag gestellt Glesiener Trafoturm soll saniert werden

Der Trafoturm in Glesien hat keine Funktion mehr und könnte demnächst saniert werden. Ein entsprechender Förderantrag wurde gestellt.

Der um 1920 gebaute Trafoturm in Glesien bedarf einer dringenden Sanierung.

Quelle: Roland Heinrich

Glesien. Der Trafoturm in Glesien, der inzwischen keine Funktion mehr hat, könnte demnächst saniert werden. Grund sind ein Förderantrag, den die Stadt Schkeuditz beim Verein Delitzscher Land gestellt hat und eine positive Entscheidung des dortigen Gremiums zum Vorhaben. Das letzte Wort in Sachen Förderung ist jedoch noch nicht gesprochen: Das Landratsamt Nordsachsen und dort das Amt für Wirtschaftsförderung muss noch abschließend seinen Segen – oder vielmehr Geld – geben.

„Wir hatten den Antrag zur Sanierung schon einmal gestellt, erhielten aber die Nachricht, dass das Budget bereits ausgeschöpft sei“, berichtete Ortschefin Ute Mähnert. Die gleichzeitige Vorsitzende des Vereins „Lebendiges Glesien“, der die Umsetzung der Sanierung koordinieren will, habe nun erneut einen Antrag vorangebracht. Und dieses Mal scheint es auch zu klappen.

Der Transformatorenturm in Glesien steht neben der Hausnummer 16 in der Ernst-Thälmann-Straße „in straßenbildprägender Ecklage“. Er gehört zu den Denkmalen der Stadt Schkeuditz und ist – wie auch die Ortsvorsteherin betont – „ortsbildprägend“. Laut Liste der Kulturdenkmale ist der Turm um 1920 gebaut worden und von „technikgeschichtlicher Bedeutung“.

Mit Denkmalschützern abgestimmt

„Wir müssen das Dach und die Fassade sanieren. Auch die Stahltür bedarf einer Generalüberholung beziehungsweise einer Erneuerung“, sagte Mähnert. Gespräche über die Art und Weise der Sanierung habe es mit dem Denkmalschutz bereits gegeben. So sollen zwei an der Türseite des Turmes scheinbar zugemauerte Fensterchen bei der Putzerneuerung mit beachtet und hervorgehoben werden.

Im Inneren müsse eine Zwischendecke eingezogen werden, die auch begehbar sein soll. Die Ortschefin erklärte, warum: „Wir haben Gespräche mit dem Nabu geführt, was die künftige Nutzung des etwa sieben Meter hohen Turmes betrifft. Danach möchte der Nabu hier eine Brutstätte für Vögel einrichten“, sagte Mähnert. Damit sich die Mitarbeiter des Naturschutzbundes auch um die Brutstätten kümmern können, müssen sie in das Obere des Turmes gelangen können, erklärte sie.

Nutzung noch offen

Was die Nutzung im unteren Teil betrifft, gibt es noch keine konkreten Pläne. „Alles, was der begrenzte Platz zulässt, ist vorstellbar. Wir werden da sicherlich noch Gespräche mit der Stadt führen“, sagte die Ortsvorsteherin. So könnten Sportgeräte genauso im Turm Platz finden, wie technisches Material für den Technischen Service der Stadt.

Doch zunächst freue man sich, dass das Gremium des Vereins Delitzscher Land das Vorhaben befürwortet hat. Mähnert rechnet etwa im März oder April mit einem endgültigen Bescheid vom Landratsamt. Zu den Kosten der Sanierung äußerte sie sich vorsichtig, auch, weil sie nicht genau wisse, was an notwendigen Arbeiten noch zu Tage tritt. Den Eigenanteil, der für eine Förderung nachgewiesen werden muss, habe Schkeuditz, das auch den Antrag gestellt hatte, dankenswerter Weise im Haushalt.

Von Roland Heinrich

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