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Schkeuditz Glesiener beschließen Prioritätenliste
Region Schkeuditz Glesiener beschließen Prioritätenliste
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00:17 20.05.2016
Unabhängig vom bevorstehenden Ausbau soll im Juli die Karl-Liebknecht-Straße in Glesien zunächst einmal stellenweise repariert werden. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Glesien

In der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Glesien stand das vom Stadtrat beschlossene Verkehrsinfrastrukturkonzept im Mittelpunkt der Diskussionen. In dem Konzept sind entsprechend einer Dringlichkeitsreihenfolge alle Straßen und Fußwege der Kernstadt und Ortsteile aufgeführt, die in den Jahren 2017 bis 2026 gebaut oder saniert werden sollen (die LVZ berichtete). Der Ortschaftsrat war nun aufgefordert, die Reihenfolge der für Glesien vorgesehenen 20 Projekte selbst festzulegen, also eine sogenannte Priorisierung vorzunehmen.

Ganz oben auf der Liste steht der am Sportplatz vorbeiführende Abschnitt der Karl-Liebknecht-Straße samt Fußweg. Bevor allerdings über die Reihenfolge abgestimmt wurde, hatte unabhängig davon Bürgermeister Lothar Dornbusch die Ortschaftsräte über ihre Vorstellungen bezüglich der Karl-Liebknecht-Straße befragt, um so schnell wie möglich mit den Planungsvorbereitungen beginnen zu können. „Wir möchten Ihre Meinung dazu hören und daraus die Aufgabenstellung für die Planung ableiten“, erklärte Dornbusch und schlug schon mal einige Parameter vor, die bei den Räten dann auch auf Zustimmung stießen. Außerdem erklärte Ortschaftsrat Rayk Bergner, dass das Gremium im Gegensatz zu einem früheren Beschluss nicht mehr darauf bestehe, das Kopfsteinpflaster in der Straße zu erhalten. Vorbehaltlich der Einbeziehung von Anwohnern und Sportverein wird jetzt für die Planung Folgendes vorgesehen: Der Gehweg auf der Südseite bleibt und wird in circa 1,50 Meter Breite nach gegenwärtigem technischen Standard ausgebaut. Auf der Nordseite wird die Straße von derzeit 5,40 auf 6,0 Meter verbreitert. Der Grünstreifen mit den Tannen muss weichen, inwieweit Teile des Sport- und/oder Bolzplatzes betroffen sind, müsse man sehen. „Wir wollen eine sichere Straße, da kommen wir vom Platz her an einer bestimmte Stelle an, dazu stehen wir“, sagte Bergner mit Blick auf mögliche Diskussionen im Ort. Die Straße nach dem grundhaften Ausbau und der Fußweg sollen asphaltiert werden. Um bei den Leipziger Wasserwerken Entgelt für die Regenwasserableitung zu sparen, soll zwischen Straße und Fußweg eine Schottermulde angelegt werden, über die das Regenwasser in den Strengbach geführt wird und so nicht mehr in das Netz der Wasserwerke fließt.

Nach diesen Erläuterungen stand dann die komplette Liste zur Diskussion Ortsvorsteherin Ute Mähnert hatte einen Vorschlag dabei. Straße für Straße, Fußweg für Fußweg ging sie den auch für die vier anwesenden Bürger durch, um danach die gewählten Vertreter zur Abstimmung zu bitten. Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat die vorgelegte Prioritätenliste. Damit steht nun fest, in welcher Reihenfolge Straßen und Fußwege nach und nach im Ortsteil auf Vordermann gebracht werden. Eine Aussage darüber, in welchem Jahr der nächsten Dekade das passiert, lässt sich allerdings daraus nicht ableiten. Denn die Glesiener Projekte werden eingeordnet in die gesamte Liste mit 115 Vorhaben in der Großen Kreisstadt und deren Ortsteilen.

Unstrittig scheint auf jeden Fall, dass auch schon allein aus Sicherheitsgründen die Glesiener Karl-Liebknecht-Straße zu den ersten gehören wird, in denen die Bagger anrollen. In dieser Reihenfolge soll es dann nach dieser Straße in Glesien in den nächsten zehn Jahren weitergehen: Freistraße Teil 1 (Straße), Schmaler Weg (Straße), Ernst-Thälmann-Straße Teil 1 (Straße), Freistraße Teil 2 (Straße), Lindenstraße (Straße und Gehweg). Es folgen reine Gehweg-Projekte in diesen Straßen: An den Kleingärten, Grünstraße, Delitzscher Straße Teil 1 und 2, Ennewitzer Straße Teil 2, Ernst-Thälmann-Straße Teil 2 und 3, An der Kleinbahn, Fokkerstraße Teil 1, Werlitzscher Straße Teil 2 und 1 sowie zum Schluss noch einmal Straßenbau: GV Werlitzsch-Wiesenena.

Von Olaf Barth

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