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Schkeuditz Glesiener klagen über schlechten Straßenzustand
Region Schkeuditz Glesiener klagen über schlechten Straßenzustand
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14:07 10.03.2016
Die Glesiener „Karli“ befindet sich in keinem guten Zustand. Quelle: Olaf Barth
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Glesien

Die Karl-Liebknecht-Straße in Glesien ist eine alte Kopfsteinpflaster-Piste, auf der Rad- und Autofahrer kräftig durchgeschüttelt werden. Außerdem sorgen hervorstehende Gullideckel und Löcher am Rand für weiteres Ungemach. Fahren Autos durch angesammeltes Regenwasser, spritzt es in Grundstücke und trifft Passanten, Häuser und Zäune. Damit nicht genug. Zahlreiche Bewohner der Straße schilderten am Montagabend in der Ortschaftsratssitzung einen weiteren Missstand: Begegnen sich Fahrzeuge, dann weichen Busse oder Lkw nicht selten auf den Fußweg vor den Häusern aus. Gerade für Anwohner mit Kindern ein unhaltbarer Zustand, hieß es. Noch vor kurzem waren die Fahrzeuge in der schmalen Straße auf den gegenüberliegenden Fußweg ausgewichen. Um die Passanten zu schützen, hatte die Stadtverwaltung dort extra Poller aufstellen lassen (die LVZ berichtete). „Das war absehbar, dass auf den anderen Fußweg ausgewichen wird“, sagte ein Anwohner.

Ortsvorsteherin Ute Mähnert bestätigte, dass diese Straße schon länger „ein Sorgenkind“ ist. „Aber ignoriert wird das Problem nicht, die Stadt macht sich Gedanken, hier mit einem Umbau für Lösungen zu sorgen.“ Konkreter wollte sie nicht werden, da über diese und andere Glesiener Straßen erst einmal im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beraten werden sollte. Denn im Rahmen des Schkeuditzer Infrastrukturkonzeptes muss der Ortschaftsrat eine Prioritätenliste für Glesien vorlegen. Zudem eröffnete sich unabhängig davon für bauliche Maßnahmen ein neues „Förderfenster“. Mit seinem Programm „Brücken in die Zukunft“ stellt der Freistaat bis 2020 insgesamt 800 Millionen Euro für Investitionen etwa in Schulen, Straßen oder Sportstätten zur Verfügung. Runtergerechnet auf die Kommunen bedeutet dies für Schkeuditz wie berichtet in den nächsten vier Jahren Investitionsmittel aus diesem Programm in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Ob davon Mittel in den Umbau der Karl-Liebknecht-Straße fließen, ist noch nicht bekannt. An dem Maßnahmeplan wird noch gearbeitet. Auf jeden Fall aber sollen die zu hohen Gullideckel und Löcher als Folge der KWL-Arbeiten von dem Unternehmen als Gewährleistung noch zeitnah beseitigt werden, sagte am Mittwoch Oberbürgermeister Jörg Enke.

Von Olaf Barth

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