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Schkeuditz Glesiener plädieren für Sanierung ihrer Turnhalle
Region Schkeuditz Glesiener plädieren für Sanierung ihrer Turnhalle
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00:17 29.01.2016
Die Turnhalle in Glesien will der Ortschaftsrat erhalten und plädiert deshalb für eine umfangreiche Sanierung des Baus. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Glesien

Am Montagabend stand in der Sitzung des Glesiener Ortschaftsrates erneut das Thema Turnhalle auf der Tagesordnung. Hintergrund sind die Überlegungen der Schkeuditzer Stadtverwaltung, die Halle zu sanieren oder durch einen Neubau mit kleinerer Nutzfläche zu ersetzen. Dazu hatte die Rathausspitze letzten Herbst im Ortschaftsrat öffentlich verschiedene Varianten vorgestellt (die LVZ berichtete). Die damals vom Ortschaftsrat vorgebrachte Willensbekundung musste nun mit einem Beschluss samt entsprechender schriftlicher Begründung verankert werden.

„Eine reine Formalie, inhaltlich haben wir im Nachhinein nichts anders formuliert als in der damaligen Sitzung“, sagte Ortsvorsteherin Ute Mähnert. Erneut waren viele Glesiener aus Vereinen in die Sitzung gekommen, um mitzuerleben, wie sich der Ortschaftsrat zu diesem Hallenthema positioniert. Mähnert verlas Wort für Wort die ausführliche Stellungnahme, die danach von allen Ortschaftsräten als Beschluss gen Schkeuditz auf den Weg gebracht wurde. Demnach bleibt es beim Votum, dass die Glesiener für die von der Stadt vorgestellte Variante 2 plädieren. Das bedeutet, dass der vorhandene Gebäudebestand eine umfassende Sanierung mit energetischer Aufwertung erfährt.

Mähnert würdigte, dass die Stadt mit ihren Untersuchungen zur Sporthalle deutlich macht, am Schulsport sowie weiteren multifunktionalen Sport- und Vereinsleben am Standort Glesien festzuhalten. Als Empfehlung geben die Glesiener der Verwaltung mit auf den Weg, die Sanierung in Etappen durchzuführen und sich dabei möglichst auf die unterrichtsfreien Zeiten zu konzentrieren, so wie dies bei den Arbeiten in den Jahren 2003 bis 2006 bereits der Fall gewesen sei. Damals habe der Schulsportbetrieb aufrecht gehalten werden können.

Als Begründung für die Entscheidung des Ortschaftsrates wurde angeführt, dass die Variante 2 „ein umsetzbares nachhaltiges Projekt für den Sportunterricht und für Freizeitangebote im Ortsteil Glesien“ beinhalte sowie „dem Ortsentwicklungsplan für den Ortskern Glesien aus dem Jahre 2008“ entspreche. Weiter heißt es: „Die territoriale Lage der Halle im Ort ist sehr optimal zur Schule und den Außensportanlagen, welche im Gesamten als eine komplexe Einheit im Ort vorliegen. Es ist ein Dorfmittelpunkt der Bürger. Die Halle ist ein Dreh- und Angelpunkt des Ortsteiles Glesien. Hier geht es nicht nur um Sport oder Schule, hier geht es um das Dorf- und Vereinsleben von Glesien als Schkeuditzer Ortsteil.“

Im Herbst hatte sich die Debatte auch an den unterschiedlichen Nutzflächen der Varianten entzündet. Die Glesiener wollen an der jetzigen Größe festhalten da der Bau als Sport- und Mehrzweckhalle nicht nur für den Schulsport, sondern auch sehr intensiv von den ortsansässigen Vereinen genutzt werde. Diese Auslastung sei bei der Bedarfsermittlung von der Stadt nicht ausreichend berücksichtigt worden, heißt es. Eine kleinere Spielfläche würde zum Beispiel auch die Zulassung für Punktspiele der Glesiener Handballer gefährden.

„Bei einer Verringerung der Hallengröße und Wegfall von Räumen würde die Nutzung zu Ausstellungen oder kulturellen Veranstaltungen entfallen. Dies stellt einen gravierenden negativen Einschnitt in das Leben des Ortes dar. Eine Kommune lebt mit und von seinen Vereinen“, stellen die Räte in ihrer Stellungnahme klar. Die bestehende Halle sei mit ihren vorhandenen Räumen optimal für die Nutzung Aller und damit ein sehr guter Platz, auch Generationen in unterschiedlichen Betätigungsbereichen miteinander zu verbinden. Die Baukonstruktion der 1988/89 errichteten Halle sei weiterhin in einem gutem Zustand.

Nun liegt es an den Stadträten in Schkeuditz, ob sie der Empfehlung der Glesiener folgen oder sich doch für eine andere Variante entscheiden. Diskutiert wird darüber spätestens im Rahmen der Beratungen für den nächsten Doppelhaushalt 2017/18.

Von Olaf Barth

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