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Schkeuditz Glesiens alte Schule noch nicht verkauft
Region Schkeuditz Glesiens alte Schule noch nicht verkauft
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11:05 30.06.2016
Die alte Schule in Glesien soll nun zusammen mit einer Absichtserklärung an einen neuen Eigentümer verkauft werden. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Glesien

Seit Jahren steht die alte Schule in Glesien leer und wurde durch die Stadt Schkeuditz mehr oder weniger intensiv zum Kauf angeboten. Insgesamt 15 Interessenten hätten in den zwölf Jahren der Käufersuche Interesse gezeigt, konkrete Angebote wurden aber nicht mehr abgegeben. Erst, nachdem die Verwaltung in der Großen Kreisstadt von Abriss sprach, kam in den Ortsteil Bewegung. Die denkmalgeschützte, einstige Schule nämlich sei ortsbildprägend und zudem eines der ältesten Häuser im Dorf. Man sprach mit dem Denkmalsschutz, mit spezialisierten Vereinen und suchte nach Interessenten.

Im März dieses Jahres hat sich nun die Kato Immobilien UG aus Grimma bei der Stadt gemeldet und ein Angebot in Höhe von 18 000 Euro abgegeben. Deren Pläne sehen in der alten Schule eine kleine Pension vor, aus der benachbarten ehemaligen Bibliothek, die auch zum Grundstück gehört, soll ein Wohnhaus werden. Soweit, so gut. Doch die Glesiener befürchten eine Investruine im Ort, gar Spekulationsabsichten. Deshalb schlug der Ortschaftsrat eine vertraglich vereinbarte Absichtserklärung vor, die die Stadt und den Käufer bindet und gleichzeitig Gelegenheit gibt, vor einem Verkauf die Projektsicherheit nachzuweisen. Konkret soll der Käufer baurechtliche Belange sowie Finanzierung und Wirtschaftlichkeit seines Vorhabens bereits vor dem Kauf klären können.

Eine Absichtserklärung wurde erarbeitet, die die Kato Immobilien UG unter anderem verpflichtet, die alte Schule innerhalb von fünf Jahren denkmalgerecht zu sanieren. Eine entsprechende Planung in jährlichen Abschnitten soll der Stadt inklusive einer Finanzierungszusage vorgelegt werden. Die Stadt wiederum verpflichtet sich im Gegenzug, das Angebot bis Ende dieses Jahres nicht anderweitig zu veräußern.

Auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Glesien nun wurde eine Anpassung der Absichtserklärung an den damit verbundenen Beschlusstext gefordert. Zu „weich“ sei die im Vergleich zum Beschluss formuliert. Gesagt, getan: Als Tischvorlage landete die geänderte Absichtserklärung als Beschlussvorlage jüngst vor den Stadträten. Doch Formulierungen im Beschluss und die Tatsache, dass dieser als Tischvorlage eingebracht wurde, verhinderten erneut eine Zustimmung. „Die Änderungen sind so gravierend, dass ich den Beschluss als Tischvorlage nicht akzeptieren kann“, sagte CDU-Stadtrat Rayk Bergner. Fraktionskollege Wolfgang Händler monierte, dass der Bürgermeister ermächtigt werden soll, das Objekt zu verkaufen: „Zunächst muss er ermächtigt werden, die Absichtserklärung zu unterzeichnen. Erst bei unterschriebener Absichtserklärung könnte er zum Verkauf ermächtigt werden.“ Der Beschluss wurde auf August vertagt.

Von Roland Heinrich

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