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Großbaustelle Schkeuditzer Kreuz

Großbaustelle Schkeuditzer Kreuz

Im kommenden Jahr wird das Schkeuditzer Kreuz zur Großbaustelle. Die Sanierung der A-14-Fahrbahn in Richtung Magdeburg wurde Anfang November gerade beendet, da wird ab April kommenden Jahres in der Gegenrichtung gebaut.

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Das Schkeuditzer Kreuz, das 2002 so fertiggestellt wurde, wie hier zu sehen, mutiert im kommenden Jahr zur Großbaustelle: Von Anfang April bis Ende Oktober werden die Fahrbahnen saniert. Das im öffentlichen Verkehr ungenutzte "kleine Ohr" könnte dabei zu einer Umleitungsstrecke werden.

Quelle: Armin Kühne

Schkeuditz. Danach bekommen ab Juni 2014 die Verbindungsstrecken eine neue Asphaltdecke. Mit Verkehrsbehinderungen ist bis Ende Oktober zu rechnen.

Das, was bei der Mutter aller europäischen Autobahnkreuze - dem 75-jährigen Schkeuditzer Kreuz - in diesem Jahr auf der A 14 quasi mit einer "Botox-Spritze" begonnen hat, wird im nächsten Jahr mit einem vollständigen "Face-Lifting" enden: "Zunächst werden wir ab April den Asphalt der A 14 in Richtung Dresden erneuern. So, wie es gerade in Richtung Magdeburg geschehen ist", sagte Christoph Krelle, Fachbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Sachsen-Anhalt für die Region Süd. Aufgrund eines Verwaltungsabkommens ist Sachsen-Anhalt für das Schkeuditzer Kreuz zuständig, obwohl dieses auf sächsischem Territorium liegt. Etwa 2,3 Millionen Euro haben die Arbeiten gekostet, die auf einer Länge von etwa drei Kilometern für eine neue A-14-Fahrbahndecke in Richtung Magdeburg gesorgt haben, informierte der 60-Jährige. Für das kommende Jahr sind etwa 5,8 Millionen Euro im Plan.

Erst 2002 ist das Schkeuditzer Kreuz, so, wie es heute aussieht, fertiggestellt worden. "Schon nach vier, fünf Jahren haben wir gedacht, dass der Asphalt nicht mehr lange durchhält. Dass es jetzt doch zehn oder elf Jahre geworden sind, hat uns freudig überrascht", sagte Krelle. Rund zehn bis 15 Jahre halte eine Deckschicht aus Asphalt im Allgemeinen. Bei Betondecken geht man von einer doppelten Haltbarkeitsdauer aus.

Ein Grund, weshalb am Schkeuditzer Kreuz nicht von der allgemeinen Haltbarkeit ausgegangen werden kann, ist der zunehmende Verkehr. "Seit 1991 bis heute hat der sich verdoppelt. Bis zum Jahr 2025 werden noch einmal 60 Prozent mehr Fahrzeuge erwartete", sagte Krelle. Knackpunkt: Der hohe Lkw-Anteil beim Verkehr. Das Schkeuditzer Kreuz passieren täglich etwa 120 000 Fahrzeuge. "Davon sind etwa 24 Prozent Lkw", wusste Krelle. Und um die Bedeutung des hohen Lkw-Anteils für den Asphalt zu verdeutlichen, sagte er: "Ein Lkw verursacht so viel Schaden, wie 30 000 Pkw." Einen weiteren Aspekt, der dafür sorgt, dass die Langlebigkeit des Asphalts in den Keller geht, sei die immer schlechtere Qualität. "Das wird natürlich nicht zugegeben", meinte der Fachbereichsleiter, aber bei der Zusammensetzung, am Erdöl, werde gespart.

Nach der Sanierung der A 14 in Richtung Dresden, die bis Anfang Juni dauern soll, werden die Fahrbahnen der Schleifen und Tangenten erneuert. "Überall da, wo der Straßenbelag rötlich aussieht, wird im nächsten Jahr saniert werden", erläuterte der Fachmann. Der rötliche Farbton stamme übrigens vom Löbejüner Porphyr, der hier 2000 verbaut worden ist. Wie sich der genaue Ablauf darstellt, stehe noch nicht fest. Auf jeden Fall werde es Verkehrsbehinderungen geben. "An dem Kreuz zu bauen ist eine Herausforderung in Sachen Verkehrsführung. Eventuell wird das für Rettungsfahrzeuge und die Autobahnmeisterei vorbehaltene 'kleine Ohr' als Umleitungsstrecke freigegeben", sagte Krelle. Gebaut werden soll bis Ende Oktober.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2013
Roland Heinrich

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