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Großbaustelle Schkeuditzer Kreuz: Ein Ende ist in Sicht

Großbaustelle Schkeuditzer Kreuz: Ein Ende ist in Sicht

Heute, gegen 10 Uhr, soll die vorletzte, sanierte Abfahrt am Schkeuditzer Kreuz wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das teilte gestern Christoph Krelle, Fachbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Sachsen-Anhalt für die Region Süd, auf Anfrage der LVZ mit.

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Ab heute wieder frei: Die A9-Abfahrt in Richtung Magdeburg.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Am Montag dann startet der letzte von insgesamt fünf Bauabschnitten. "Damit liegen wir drei Wochen vor dem Plan", sagte Krelle und bedankte sich auch beim Wetter, das bisher gut mitgespielt habe.

Am zuletzt vor zwölf Jahren baulich veränderten Schkeuditzer Kreuz wird seit Juni gebaut. Nach und nach kommt seitdem neuer Asphalt auf die Verteilerfahrbahnen und Rampen. Der am Montag beginnende letzte Bauabschnitt sei laut Krelle auch der schwierigste. Die einzige Verbindung, die nicht als sogenanntes "Ohr" gestaltet ist, sondern als "Überflieger" von der A14 aus Richtung Dresden auf die A9 in Richtung München führt, bekommt eine neue Asphaltschicht. "Der Materialtransport von der Baustelle weg beziehungsweise zur Baustelle hin wird schwierig", meinte Krelle. Die Bewegungsfreiheit, die man in den noch drei aktiven "Ohren" des Kleeblattes hatte, gebe es jetzt nicht. Auch Baufahrzeuge müssten nun eine nächste Abfahrt zum Wenden benutzen. "Aber das ist unser Problem", meinte der Fachbereichsleiter.

Für den fließenden Verkehr gebe es keine Behinderungen: Die Fahrzeuge, die auf der A14 aus Richtung Leipzig kommen und in Richtung Berlin oder München wollen, müssen auf der A14 bleiben und bis zur nächsten Abfahrt "Gröbers" fahren, dort quasi wenden und zurück zum Schkeuditzer Kreuz fahren. Jetzt aus Richtung Magdeburg kommend, können sie beide Richtungen unproblematisch ansteuern.

Grundsätzlich habe es bei den Bauarbeiten keine nennenswerten Probleme gegeben: "Es lief bisher reibungsloser, als wir das gedacht hatten", zeigte sich Krelle erfreut. Lediglich die heute beendete Sperrung der A9-Abfahrten nach Dresden und Magdeburg sorgte an der A9-Abfahrt Wiedemar für Stau, der bis auf die Autobahn reichte. "Hier sind die Navi-Geräte unsere Feinde gewesen", sagte Krelle. "Wir haben eine Umleitung über die Abfahrt Halle ausgeschildert. Das Navi sagt dem Autofahrer aber, dass er bei der nächsten Gelegenheit wenden soll. Die bot sich in Wiedemar. Ortskundige haben die Abfahrt ohnehin benutzt", erklärte der Fachmann.

Etwa fünf Wochen soll ab Montag am letzten Teilstück saniert werden. Bis Ende Oktober sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, bis Mitte November erfolgen dann noch Markierungsarbeiten. "Das ist ein vorsichtiger Zeitplan. Das Wetter kann ja noch einen Strich durch die Rechnung machen. Vermutlich aber werden wir eher fertig", sagte Krelle.

Für rund 2,5 Millionen Euro werden die Verteilerfahrbahnen am mit 76 Jahren ältesten Autobahnkreuz Europas saniert. Der Finanzplan wird auch eingehalten, so Krelle. Notwendig war die Asphaltsanierung wegen aufgetretener Verschleißerscheinungen. "Zwölf Jahre ist eine gute Zeit. Wir waren nach ersten Schadensfeststellungen von einer kürzeren Nutzungsdauer ausgegangen", sagte der Fachmann. Der Löbejüner Porphyr, der dem alten Asphalt beigemischt war, habe sich als ungeeignet erwiesen. Im Allgemeinen gehe man von einer 15-jährigen Nutzung bei Asphalt aus.

Das Schkeuditzer Kreuz wird täglich von etwa 120 000 Fahrzeugen passiert. Für rund 160 000 Fahrzeuge pro Tag ist der derzeitige Ausbau angelegt. Die nächste amtliche Verkehrszählung finde wieder im Jahr 2015 statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.09.2014
Roland Heinrich

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