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„Große Bedenken“ zu neuen Wohnflächen

„Große Bedenken“ zu neuen Wohnflächen

Zum vorzeitigen Bebauungsplan „Westufer Kulkwitzer See“ der Stadt Markranstädt musste auch der Schkeuditzer Technische Ausschuss (TA) eine Stellungnahme abgeben.

Schkeuditz. Und die fiel mit dem Beschluss am Dienstagabend geteilt aus.

Um Markranstädt als Wohnort abzurunden und noch attraktiver zu machen, sollen Flächen für den Gemeindebedarf, zur Wohn- und Freizeitnutzung ausgewiesen und neue Verbindungen zwischen der Innenstadt und dem See entwickelt werden. In der gegenwärtigen Situation seien das Stadtzentrum und die nächstgelegenen Stadtgebiete nur unzureichend mit dem See verzahnt, heißt es in den Planungsunterlagen Markranstädts. Zur Zeit sei das Planungsgebiet baurechtlich dem Außenbereich zuzuordnen, welcher nur eine eingeschränkte Bebaubarkeit zulasse. Die Aufstellung des Bebauungsplanes sei daher notwendig, heißt es weiter. Gegen die naturnahe Weiterentwicklung der Tagebaufolgelandschaft auf der Westseite des Kulkwitzer Sees und die geplante Freizeit- und Erholungsnutzung, verbunden mit einer Stärkung des Tourismus bestehen keine Einwände, beschloss der TA.

Gegenüber der geplanten Entwicklung neuer Wohnflächen bestehen jedoch große Bedenken. Auf insgesamt 3,6 Hektar plant Markranstädt rechnerisch zirka 98 neu ausgewiesene Wohneinheiten (WE). In der Begründung der Stadt heißt es, dass seit Rechtskraft des Flächennutzungsplanes im Jahr 2005 zirka 250 WE reduziert worden sind und darin die Möglichkeit von Neuausweisungen begründet ist. Dem Schkeuditzer TA liegen aber keine Unterlagen vor, aus denen hervorgehe, ob Markranstädts Planungen einem vorhandenen Integrierten Stadtentwicklungskonzept folgen. „Eine schlüssige Analyse des tatsächlichen Bedarfs an Wohnbauflächen zur Eigenentwicklung des Grundzentrums Markranstädt unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung erfolgte nicht“, heißt es in der Stellungnahme. Es bleibe offen, ob die Flächenneuausweisung städtebaulich begründet ist. Auch ob damit negative Auswirkungen auf die Entwicklung der benachbarten Orte verbunden sind, ist nicht geklärt.

Ein anderes Beratungsthema war die Auftragsvergabe für einen Teil der Herstellung eines barrierefreien Zugangs mittels eines Aufzuges im Rathaus. Der TA beschloss, die Firma FB-Aufzüge GmbH Dresden damit zu beauftragen, Schachteinbauten und Montagearbeiten im Zusammenhang mit der Installation des Aufzugkorbes zu vergeben.

Lediglich eine Firma, die dann auch den Zuschlag erhielt, hatte sich am beschränkten Ausschreibeverfahren beteiligt. Neun Fachfirmen seien aufgefordert worden, ein Angebot abzugeben, doch zum Einreichungstermin gab es nur das Angebot der Dresdener Firma. Mit etwa 109 000 Euro liegt das Angebot noch unter den vom Planungsbüro Hundt und Partner aus Leipzig ermittelten 117 000 Euro. Referenzen des Bieters seien in guter Qualität bekannt, heißt es im Vergabevorschlag. Und eine termin- und qualitätsgerechte Leistung wurde vom Bieter zugesichert.

Wann jedoch die Fertigstellung des Aufzuges sein soll, konnte Stadtsprecher Helge Fischer gestern nicht sagen. Nur soviel: „Mitte August soll mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen werden.“ Dies sei etwa das Verlegen von Elektroleitungen.

Roland Heinrich

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